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Dienstag, 28. Juli 2009

Kaffeefahrten - Sie haben 3000 Euro gewonnen!

Falls wahr wäre, was mir hier per Brief so etwa 1-2 Mal pro Jahr versprochen wird, dann wäre das auch kein schlechtes "Nebeneinkommen". Denn (angeblich) kann ich mir im August 3000 Euro abholen, andere berichten auch davon, ohne jede Gewinnspiel-Teilnahme auf einmal 10000 Euro gewonnnen zu haben.

Das Prinzip von sogenannten "Kaffeefahrten" hat sich ja vielleicht schon einigermaßen herumgesprochen: Man erhält einen Brief, in dem deutlich unter den üblichen Kosten und in letzter Zeit oft sogar gratis ein Ausflug mit einem Reisebus, ein Mittagessen (typischerweise auch noch Lebensmittel zum Mitnehmen und verschiedene andere Beigaben) und diverses Rahmenprogramm versprochen werden. Verschleiert wird allerdings, dass so eine Fahrt hauptsächlich aus einer mehrstündigen Verkaufsveranstaltung besteht, bei der zum Beispiel Heizdecken, Magnetfeld-Wunderdecken, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel oder diverse Haushaltswaren zu stark überhöhten Preisen verkauft werden. Die Verkaufsmethoden sind dabei wohl ähnlich jener der MLM-Branche - jedenfalls mit stundenlangem Reden, bis es zumindest ein paar glauben, und mit "Drohungen" und "mehr oder weniger sanftem Druck".

Weil sich das aber offenbar schon zu sehr herumgesprochen hat (vor 20 Jahren habe ich solche Briefe auch schon bekommen, auch wenn die typische Zielgruppe über 60 ist), lockt die "Branche" auch öfters mit der Behauptung, man hätte einen größeren Geldbetrag gewonnen. Ich habe gerade 3000 Euro gewonnen, die ich mir am 27. August abholen kann. Bei sehr genauem Studium des Briefes ist dann allerdings herauszulesen, dass lediglich die (angebliche) Möglichkeit besteht, auf der Fahrt einen Geldpreis zu gewinnen - zumindest ist klein in schwarz auf dunkelblau "Rubbellos" zu lesen. Obwohl, anhand der Formulierung im Hauptext müsste ich mit einem guten Rechtsbeistand aber möglicherweise schon tatsächlich die 3000 Euro bekommen. Nur, wie groß sind wohl die Chancen, von einer Briefkasten-Firma, die regelmäßig ihren Fantasienamen wechselt, Geld zu bekommen? Eine andere Variante ist auch, dass der Gewinn in Wahrheit nur ein Reisegutschein ist - der natürlich nur für bestimmte Reisen einlösbar ist, wo wohl auch niemand etwas zu verschenken hat.

Besonders dreist ist auch der Text, dass man sich von "leeren Versprechungen" und "schwarzen Schafen" distanziere, und darauf hinweist, dass seit 2000 gemäß ABGB Gewinnversprechen auch eingehalten werden müssen (und somit auch zivilrechtlich einklagbar sind). Wenn dann auch noch geschrieben wird, man sei "seriös", dann ist klar, dass dem wohl nicht so ist, ganz so wie eben auch bei diese ganzen "sensationellen Verdienstmöglichkeiten". Interessant ist in diesem Brief vom Juli 2009 auch, dass von §661a ABGB die Rede ist - diesen Paragrafen gibt es aber nur im deutschen BGB, vermutlich wurde also ein für Deutschland gedachter Text schlampig angepasst.

Bei diesem Angebot sieht es auch so aus, wie wenn die Reise vielleicht nach Prag gehen könnte - aber halt, da steht ja "Kundenvorteil" dazu, also gibt es diese Reise wohl nur, wenn man auf der Verkaufsveranstaltung, wo immer diese ist, etwas kauft.



Es mag tatsächlich vereinzelt Reisen und Ausflüge zu günstigten Konditionen geben, bei denen dann vielleicht auch etwas vekauft wird. Erkennbar sind typische, unseriöse Kaffeefahrten aber jedenfalls an folgenden Merkmalen:

-> Es ist nur eine Postfach-Adresse und ein "allgemein" klingender Name wie "Freizeit-Reisen" angegeben

-> Es wird behauptet, etwas gewonnen zu haben - wer sich garnicht erinnert, an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben, sollte hier sehr misstraurisch werden. Dies ist auch eine gängige Betrugsmasche im Internet, wobei in diesem Fall dann Gebühren verlangt werden, um die Auszahlung bearbeiten zu können - den Gewinn gibt es dann natürlich auch nicht.

-> Es ist kein genaues oder überhaupt kein Reiseziel angegeben, oder "Stadtrundfahrt und Weinverkostung", aber nicht wo. Die Lage der auswählbaren Einstiegs-Haltestellen muss auch nichts über die endgültige Fahrtrichtung aussagen.

-> Die Abfahrt ist typischerweise sehr früh, etwa um 6 Uhr 30

-> Es können auch z.B. 3 weitere Personen mitgenommen werden

-> Typisch ist auch ein "reichhaltiges Lebensmittel-Paket", das manche in der Praxis sogar wirklich kostenlos erhalten haben, das aber dann doch nicht so üppig bzw. hochwertig war. Typische Formulierung ist auch "Für Paare bzw. Ehepaare gibt es außerdem ..."

Üblich ist auch, zumindest Berichten nach, abgelegene Gasthöfe als Ausflugsziele auszuwählen, da von dort eine "Flucht" schwierig ist. Am besten also als Altpapier entsorgen, andere warnen und NIE voreilig irgendwas unterschreiben oder auch nur eine "harmlose" Antwortkarte einschicken.

Aktuelles - Sommer 2009

Der Einführungstermin der "Mindestsicherung" verschiebt sich immer weiter, derzeit ist von 1. September 2010 die Rede. Es ist von 733 Euro netto die Rede (der Betrag ist also anscheinend mit abgezogenem Kranken- bzw. Sozialversicherungs-Beitrag) 12 Mal pro Jahr die Rede, wobei zwei weitere Raten noch nicht sicher sind bzw. in jedem Bundesland verschieden sein könnten.

Die Mindestsicherung soll Sozialhilfe und Notstandshilfe ersetzen, von Arbeitslosengeld ist nicht die Rede bzw. wäre interessant was passiert, wenn hier jemand einen Anspruch von weniger als 733 Euro hat. Jedenfalls soll sich der Anspruch auch nicht verringern, falls jemand momentan einen größeren hat.

Kärnten besteht weiterhin auf einem eigenen Modell, was z.B. bei Verweigerung eines AMS-Kurses passiert, war den letzten Medienberichten auch nicht zu entnehmen.


(Quelle: http://orf.at/090728-40932/index.html)

Samstag, 31. Januar 2009

Mindestsicherung erst irgendwann 2010, auch ohne Kärnten?

Laut den Medienberichten um den Jahresbeginn 2009 (http://www.google.at/search?q=Mindestsicherung+auch+ohne+K%E4rnten) könnte die Mindestsicherung in allen Bundesländern außer Kärnten eingeführt werden, da sich dieses als letztes Bundesland weigert und ein eigenes Modell bevorzugt. Dies soll verfassungsrechtlich angeblich problemlos möglich sein.

Die angegebenen Termine für die Einführung der Mindestsicherung schwanken zwischen Herbst 2009 und Anfang 2010, auch ist von "technischen Schwierigkeiten" die Rede. Laut einer Meldung vom 10. März 2009 dürfte der Einführungstermin außerdem noch weiter verschoben werden.

Sonntag, 25. Januar 2009

Was steckt hinter "Das Erfolgsgeheimnis, ganz leicht 40000 Euro im Internet verdienen"? - Hier völlig gratis die Antwort!

Es gibt ja Websites, auf denen endlos langes, weitgehend inhaltsleeres Bla Bla steht, wie alle in kürzester Zeit über das Internet ganz viel Geld verdienen könnten, und wer diese Chance nicht ergreifen würde, wäre ja ein schöner Versager. Irgendwann ist dann von "E-Books" und noch später von "Bestellen" die Rede.

Natürlich, wer verrät so ein tolles Erfolgsgeheimnis schon gratis? Aber was sind schon 5 oder 20 Euro oder wieviel auch immer, um es zu erfahren?

Nun gibt es ja viele Bücher darüber, wie man im Leben erfolgreicher sein kann, in welcher Hinsicht auch immer. Da steht dann zum Beispiel drinnen, dass man nicht alles auf einmal machen soll, sondern sich Prioritäten setzen und unwichtige Dinge erst einmal sein zu lassen. Ob jemand dann damit das große Geld machen kann, ist eine andere Sache.

Gegenüber einem gedruckten Buch hat ein E-Book jedenfalls den Vorteil, dass es sehr leicht kopiert und verschickt werden kann. Ein paar Klicks, und schon ist eine E-Mail mit einem elektronischen Textdokument als Anhang verschickt - der gleiche Inhalt als Buch könnte mit der Post schon ein paar Tage brauchen, bis er ankommt. Deshalb schreiben sich ja auch viele Leute E-Mails statt Briefe mit der Post - es ist gratis (wenn man den Internetzugang sowieso hat und nicht nach Onlinezeit bezahlt) und viel schneller. Bei Büchern haben zwar viele lieber ein gedrucktes Buch in der Hand, aber das sind eben die Vorteile.

Nun, was steht in diesen sagenumwobenen E-Books mit dem Geheimnis zum Erfolg jetzt drinnen? Richtig geraten, da steht drin, wie man möglichst vielen anderen erzählt, wie man durch den Kauf eines E-Books das Geheimnis erfährt, wie man ganz einfach ganz viel Geld von zuhause aus verdienen kann. Denn wer auch nur eines dieser E-Books verkauft, hat ja zumindest schon zum Beispiel 20 Euro verdient. Praktischerweise werden natürlich genau die gleichen E-Books verkauft, welche man selber bekommen hat. Das Geld ist in der Tasche, und eine Provision, am besten über ein paar Ebenen, natürlich auch. Am meisten kassieren natürlich die, die überhaupt zuerst auf die Idee gekommen sind. Kommt Ihnen das bekannt vor? ;-)

Gut, aber wie soll man überhaupt Werbung machen, um auf diese E-Books aufmerksam zu machen? Einfach per E-Mail an Millionen von Adressen spammen wäre ja eine bewährte Methode, aber blöderweise ist das oftmals verboten und wird auch verfolgt, und die Spamfilter werden sowieso immer besser.

Spammen muss ja nicht immer bedeuten, das per E-Mail zu tun - spammen wir doch ganz einfach Google voll. Wie das geht? Ganz einfach, mit "Keywort-optimierten"-Texten auf Jubel-Websites mit flotter Yacht auf kristallblauem Wasser, und mit Pseudo-Blogs, wo regelmäßig über tolle Möglichkeiten berichtet wird, die man gerade entdeckt hätte. Wer nach allgemeinen Begriffen bei Goolge sucht, oder einem harmlos klingenden Link folgt, landet dann also auch schon dort.

Reich werden kann man auch, indem man eine Bank überfällt und damit davonkommt - bei diesen Erfolgs-E-Books besteht aber sogar die Möglichkeit, dass sie legal sind.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Überstunden ohne Ende

Wenn es nach den Vorstellungen der Industriellenvereinigung geht
(Quelle: http://orf.at/ticker/312815.html)
dann sollen wohl alle am besten mindestens 50 Stunden pro Woche und natürlich ohne jegliche Zuschläge arbeiten. Wenn dann wirklich einmal die Zeiten kommen, in denen dann dafür angeblich weniger gearbeitet werden soll, könnte es natürlich sein, dass das ausgequetschte Personal ohnehin schon längst gekündigt ist oder das selbst getan hat.

Vielleicht doch mehr Leute aufnehmen? 2 zu je 25 Stunden pro Woche statt 1 Workaholic? Bitte, ist doch lächerliche Sozialromantik. Überstunden kommen uns natürlich viel billiger, wenn die Leute nicht die Frechheit haben, auch noch einen Zuschlag dafür zu wollen.

Überhaupt, wie ist das eigentlich mit den überlasteten Ärzten, wenn gleichzeitig das Medizinstudium angeblich so stark überlaufen ist? Irgendwas passt da nicht ganz zusammen.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Lebenskünstler - was soll das genau sein?

Lebenskünstler oder -in zu sein ist einerseits eine "romantische" Vorstellung, auch ohne große Zwänge gut leben zu können, andererseits ein durchaus komplexes Thema.

"Ohne Zwänge" muss dabei aber nicht bedeuten, möglichst lange und ohne Existenzängste und Sorgen von der Notstands- oder Sozialhilfe zu leben. Abgesehen davon, dass "Sozialschmarotzen" sehr geächtet ist, so wäre dies letztlich auch wieder nur ein Abhängigkeitsverhältnis von den auszahlenden Stellen, von denen ja auch Drohungen kommen können.

Ein Einkommen zu haben muss aber nicht bedeuten, dieses aus einer sozial akzeptierten und anerkannten, typischen Vollzeitarbeit zu haben. Nur wird dies eben meistens vorausgesetzt, und wer sich gegen dieses System stellt, sollte sich das eben gut überlegen.

Einerseits kann man den Lebensunterhalt wie etwa Wohnungsmiete und Einkäufe auch anders bestreiten, zum Beispiel durch Ersparnisse aus Zeiten mit höherem Einkommen, Gelegenheitsjobs, Auftragsarbeiten oder zu einem passende geringfügige Tätigkeiten, zum anderen gibt es auch genug Möglichkeiten, Geld zu sparen.

Fast aus jeder politischen Richtung wird betont "die Leute wollen ja arbeiten" - nur bekommt man die Jobs, denen nachzugehen von einem erwartet wird sowieso kaum, und wenn man dann näher nachfragt, würden viele Leute eigentlich lieber etwas Anders als diese typischerweise angebotenen Jobs machen. Laut gesagt wird das natürlich nie, weil es sofort als Faulheit und Arbeitsscheuheit ausgelegt wird, trotzdem stehen nicht alle gern um 6 oder 7 Uhr oder noch früher auf. Wie wäre es wohl, wenn man sich sowohl Arbeitszeiten als auch die Tätigkeit wirklich frei aussuchen könnte?

Fast niemand sitzt den ganzen Tag reglos und faul herum, alle arbeiten irgendwann - angefangen bei Haushaltsarbeiten, Kinderbetreuung, Aushelfen bei Freunden, Beiträgen im Internet oder vielleicht irgendwo ehrenamtlich - und manche Dinge sind eben eine Erwerbsarbeit und manche keine. Manche kommen, je nach Lebenssituation, vielleicht auch mittelfristig mit einem eher geringen Einkommen aus, wo dann zu hören ist, dass man sich ja nichts wert sei oder sich schon aufgegeben hätte, wenn man damit zufrieden ist und nicht nach "beruflichem Aufstieg" strebt.

Wie auch immer, viele Leute könnten sich etwa folgende Dinge fragen:
  • Ist die Miete inkl. Betriebskosten nicht ein Wahnsinn? Abgesehen vom Suchen einer günstigeren Wohnmöglichkeit und unter Umständen gewährten Beihilfen kann auch eine Beschwerde bei der zuständigen Schlichtungsstelle helfen.
  • Brauche ich wirklich ein Auto? Lassen sich die paar Einkäufe vielleicht auch so tragen?
  • Kann ich vielleicht auch öfters zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, statt Fahrscheine zu kaufen?
  • Habe ich wirklich den "richtigen" Freundeskreis, wenn man bei diesem ständig mit etwas protzen muss, um anerkannt zu werden?
  • Gibt es vielleicht auch "gute" Freunde, die auch so denken und mich unterstützen?
  • Wollte ich nicht sowieso schon immer zu rauchen aufhören? Ganz abgesehen von anderen Problemen kostet das bei typischem Rauchverhalten immerhin an die 100 Euro im Monat und mehr.
  • Wie wäre es, statt ständigen teuren Lokalbesuchen zuhause mit jemand gemütlich Bier (oder alkoholfreie Getränke) zu trinken? Oder im Sommer in einem netten Erholungsgebiet?
  • Muss man auf Reisen wirklich so viel Geld für Hotels ausgeben? Alternativ klappt es vielleicht auch mit Dingen wie Couchsurfing.com oder Hospitality Club.
Es soll Leute geben, die sich für einen Urlaub einen Kredit aufnehmen, oder sich Lautsprecherboxen für 1000 Euro (oder noch mehr) pro Stück kaufen - für das sind dann also die ganzen Überstunden nötig? Gibt es nicht wichtigere Dinge im Leben als Luxushotels und Luxusgeräte oder -möbel?

"Allein für Miete und Fixkosten muss einer allein mit 500 bis 600 Euro rechnen" - Zitat aus "AK Für Sie, 10/09". Das soll jetzt kein Argument für Niedriglöhne sein, kann aber nicht allgemein so gesagt werden, denn ich kenne jemand, der allein wohnt und mit ca. 450 Euro im Monat ganz gut auskommt. Gut, es war eine Intervention bei den zuständigen Stellen nötig, um die Miete auf ein akzeptables Niveau zu senken, und er raucht nicht und besitzt kein Auto, was ihn aber beides ohnehin nicht interessiert. Dennoch hat er, obwohl er in der Vergangenheit einige Male "Pech" gehabt hat, durchaus anschauliche Ersparnisse. Beim "Sozialmarkt" hat er auch noch nicht eingekauft, obwohl er an sich Anspruch darauf hätte.

Also sucht er in erster Linie einen netten Teilzeitjob mit ca. 600 Euro Einkommen, weil das mehr als genug ist und er sich nicht kaputt arbeiten will - das hat aber bisher nur eingeschränkt geklappt. Vom AMS werden ihm natürlich meist die üblichen Vollzeitjobs angeboten, obwohl er bei diesen auch schon einmal Teilzeit aushandeln konnte.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Willkommen - Ergänzung 2008

Obwohl ich den Stil eines Blogs gewählt habe, gibt es hier (leider?) nur unregelmäßige Ergänzungen. Manchmal sind das auch kleine Änderungen in den Texten, die dann nicht als neuer Beitrag aufscheinen.

Mittlerweile bin ich weder offiziell noch tatsächlich arbeitslos. Zuerst habe ich, mehr durch einen glücklichen Zufall, ein Stellenangebot für eine geringfügige Tätigkeit im sozialen Bereich entdeckt, und nicht allzu lange später habe ich tatsächlich dort gearbeitet. Es kommt auch dem nahe, was ich mir seit längerer Zeit schon immer gewünscht habe - Außendienst in einem überschaubaren Gebiet, nette Leute, und man muss sich selten wegen Fehlern rechtfertigen.

Wie schließlich die nächste Kurs-Zuweisung des AMS gekommen ist (für das internationale Publikum: das österreichische Arbeitsmarktservice), wo man ja bei geringfügigen Tätigkeiten weiterhin gemeldet sein darf, habe ich dann, was nicht das erste Mal war, kurzen Prozess gemacht und mich abgemeldet - seitdem ist Ruhe. Weihnachtsgeld habe ich auch schon bekommen, und seit einiger Zeit bin ich auch bei einer Internet-Plattform dabei, die Auftragsarbeiten im Bereich der Erstellung von Texten vermittelt. Toll, jetzt kann ich auch die Tatsache ausleben, dass ich auch schon immer als berufliche Tätigkeit schreiben wollte.

Bis jetzt ist das Zusatzeinkommen daraus zwar nicht übermäßig üppig, war aber trotzdem schon nach kurzer Zeit höher als erwartet, und es ist, da ich auch schon bezahlt wurde, scheinbar eine seriöse "Geld verdienen im Internet"-Möglichkeit, und wer weiß, wie es sich entwickelt und welche Möglichkeiten sich vielleicht schon bald dort oder sonst wo auftun? Um meine Krankenversicherung habe ich mich auch schon gekümmert, und die Zukunft sieht jedenfalls nicht so schlecht aus, obwohl ich momentan weniger verdiene, als ich früher Notstandshilfe bekommen habe. Aber lieber in Freiheit leben als vom AMS abhängig sein, das mir beim Finden einer passenden Stelle nicht weiterhelfen konnte, und weiterhin krampfhaft nach Büro- und Technikerjobs suchen. Flexibel, belastbar, dynamisch, bla bla - nein, danke. Obwohl, flexibel bin ich ja.

Also: Überlegt euch doch alle, ob ihr nicht vielleicht auch etwas völlig Anderes machen wollt als das, was ihr bisher gemacht habt. Richtet euch nicht nach dem, das vorgegeben und erwartet wird, sondern nach dem, das gerade da ist und interessant aussieht. Auch eine hohe Bezahlung ist nicht das Wichtigste - was spare ich wohl dadurch, kein Auto zu besitzen und nicht zu rauchen? Viele haben sicher auch mehr oder weniger verborgene Talente, die gerade in irgendeinem langweiligen Job verkümmern.

Kontaktmöglichkeiten / Fragen und Antworten: Dies ist über die Funktion "Kommentar verfassen" am Ende jedes Artikels möglich. Die Antworten sind öffentlich lesbar, für private brauche ich eine Mail-Adresse (am besten in der Form NAME (AT) EXAMPLE (punkt) net und nicht name@example.net, da dann eher weniger Spam ankommt) oder eine Web-Adresse, unter der es eine Kontaktmöglichkeit gibt.

Aktuelles - Ende 2008

Laut letzten Medienberichten sieht es so aus, wie wenn die "Mindestsicherung", oder wie immer die genaue Bezeichnung lauten wird, nun doch erst Anfang 2010 eingeführt wird, und auch das nicht sicher ist.

Einerseits soll dies politische Gründe haben - Kärnten legte sich als letztes Bundesland quer - andererseits aber auch technisch-organisatorische.

Montag, 5. Mai 2008

Umfrage - So bestreite ich meinen Lebensunterhalt

Umfrage:
So bestreite ich meinen Lebensunterhalt

unselbstständig erwerbstätig und damit zufrieden
unselbständig erwerbstätig, fühle mich aber nicht glücklich dabei
selbstständig, erfolgreich und recht glücklich
selbstständig, läuft aber schlecht
arbeitslos und deshalb in größeren Schwierigkeiten
Lebenskünstler/in, ich kann auch ohne geregelte Arbeit gut leben

  Resultate

hocknstad, 11:39h.

Freitag, 28. September 2007

...

*** PERSONALSERVICE
sucht zum sofortigen
Eintritt
GERINGFÜGIGE
m/ w, Mitarbeiter (männlich) für
Reinigungsarbeiten und Produktion
bei bester Bezahlung
im Raum Wien. Vorzustellen:
1020 Wien, *********** **,
) 01/*** ** **.


(ist immer wieder unterhaltsam, wenn zwar alle Stellen wie gesetzlich verlangt geschlechtsneutral ausgeschrieben werden, aber dann doch vergessen wurde, was herauszulöschen)


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