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Sonntag, 28. Dezember 2008

Überstunden ohne Ende

Wenn es nach den Vorstellungen der Industriellenvereinigung geht
(Quelle: http://orf.at/ticker/312815.html)
dann sollen wohl alle am besten mindestens 50 Stunden pro Woche und natürlich ohne jegliche Zuschläge arbeiten. Wenn dann wirklich einmal die Zeiten kommen, in denen dann dafür angeblich weniger gearbeitet werden soll, könnte es natürlich sein, dass das ausgequetschte Personal ohnehin schon längst gekündigt ist oder das selbst getan hat.

Vielleicht doch mehr Leute aufnehmen? 2 zu je 25 Stunden pro Woche statt 1 Workaholic? Bitte, ist doch lächerliche Sozialromantik. Überstunden kommen uns natürlich viel billiger, wenn die Leute nicht die Frechheit haben, auch noch einen Zuschlag dafür zu wollen.

Überhaupt, wie ist das eigentlich mit den überlasteten Ärzten, wenn gleichzeitig das Medizinstudium angeblich so stark überlaufen ist? Irgendwas passt da nicht ganz zusammen.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Lebenskünstler - was soll das genau sein?

Lebenskünstler oder -in zu sein ist einerseits eine "romantische" Vorstellung, auch ohne große Zwänge gut leben zu können, andererseits ein durchaus komplexes Thema.

"Ohne Zwänge" muss dabei aber nicht bedeuten, möglichst lange und ohne Existenzängste und Sorgen von der Notstands- oder Sozialhilfe zu leben. Abgesehen davon, dass "Sozialschmarotzen" sehr geächtet ist, so wäre dies letztlich auch wieder nur ein Abhängigkeitsverhältnis von den auszahlenden Stellen, von denen ja auch Drohungen kommen können.

Ein Einkommen zu haben muss aber nicht bedeuten, dieses aus einer sozial akzeptierten und anerkannten, typischen Vollzeitarbeit zu haben. Nur wird dies eben meistens vorausgesetzt, und wer sich gegen dieses System stellt, sollte sich das eben gut überlegen.

Einerseits kann man den Lebensunterhalt wie etwa Wohnungsmiete und Einkäufe auch anders bestreiten, zum Beispiel durch Ersparnisse aus Zeiten mit höherem Einkommen, Gelegenheitsjobs, Auftragsarbeiten oder zu einem passende geringfügige Tätigkeiten, zum anderen gibt es auch genug Möglichkeiten, Geld zu sparen.

Fast aus jeder politischen Richtung wird betont "die Leute wollen ja arbeiten" - nur bekommt man die Jobs, denen nachzugehen von einem erwartet wird sowieso kaum, und wenn man dann näher nachfragt, würden viele Leute eigentlich lieber etwas Anders als diese typischerweise angebotenen Jobs machen. Laut gesagt wird das natürlich nie, weil es sofort als Faulheit und Arbeitsscheuheit ausgelegt wird, trotzdem stehen nicht alle gern um 6 oder 7 Uhr oder noch früher auf. Wie wäre es wohl, wenn man sich sowohl Arbeitszeiten als auch die Tätigkeit wirklich frei aussuchen könnte?

Fast niemand sitzt den ganzen Tag reglos und faul herum, alle arbeiten irgendwann - angefangen bei Haushaltsarbeiten, Kinderbetreuung, Aushelfen bei Freunden, Beiträgen im Internet oder vielleicht irgendwo ehrenamtlich - und manche Dinge sind eben eine Erwerbsarbeit und manche keine. Manche kommen, je nach Lebenssituation, vielleicht auch mittelfristig mit einem eher geringen Einkommen aus, wo dann zu hören ist, dass man sich ja nichts wert sei oder sich schon aufgegeben hätte, wenn man damit zufrieden ist und nicht nach "beruflichem Aufstieg" strebt.

Wie auch immer, viele Leute könnten sich etwa folgende Dinge fragen:
  • Ist die Miete inkl. Betriebskosten nicht ein Wahnsinn? Abgesehen vom Suchen einer günstigeren Wohnmöglichkeit und unter Umständen gewährten Beihilfen kann auch eine Beschwerde bei der zuständigen Schlichtungsstelle helfen.
  • Brauche ich wirklich ein Auto? Lassen sich die paar Einkäufe vielleicht auch so tragen?
  • Kann ich vielleicht auch öfters zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, statt Fahrscheine zu kaufen?
  • Habe ich wirklich den "richtigen" Freundeskreis, wenn man bei diesem ständig mit etwas protzen muss, um anerkannt zu werden?
  • Gibt es vielleicht auch "gute" Freunde, die auch so denken und mich unterstützen?
  • Wollte ich nicht sowieso schon immer zu rauchen aufhören? Ganz abgesehen von anderen Problemen kostet das bei typischem Rauchverhalten immerhin an die 100 Euro im Monat und mehr.
  • Wie wäre es, statt ständigen teuren Lokalbesuchen zuhause mit jemand gemütlich Bier (oder alkoholfreie Getränke) zu trinken? Oder im Sommer in einem netten Erholungsgebiet?
  • Muss man auf Reisen wirklich so viel Geld für Hotels ausgeben? Alternativ klappt es vielleicht auch mit Dingen wie Couchsurfing.com oder Hospitality Club.
Es soll Leute geben, die sich für einen Urlaub einen Kredit aufnehmen, oder sich Lautsprecherboxen für 1000 Euro (oder noch mehr) pro Stück kaufen - für das sind dann also die ganzen Überstunden nötig? Gibt es nicht wichtigere Dinge im Leben als Luxushotels und Luxusgeräte oder -möbel?

"Allein für Miete und Fixkosten muss einer allein mit 500 bis 600 Euro rechnen" - Zitat aus "AK Für Sie, 10/09". Das soll jetzt kein Argument für Niedriglöhne sein, kann aber nicht allgemein so gesagt werden, denn ich kenne jemand, der allein wohnt und mit ca. 450 Euro im Monat ganz gut auskommt. Gut, es war eine Intervention bei den zuständigen Stellen nötig, um die Miete auf ein akzeptables Niveau zu senken, und er raucht nicht und besitzt kein Auto, was ihn aber beides ohnehin nicht interessiert. Dennoch hat er, obwohl er in der Vergangenheit einige Male "Pech" gehabt hat, durchaus anschauliche Ersparnisse. Beim "Sozialmarkt" hat er auch noch nicht eingekauft, obwohl er an sich Anspruch darauf hätte.

Also sucht er in erster Linie einen netten Teilzeitjob mit ca. 600 Euro Einkommen, weil das mehr als genug ist und er sich nicht kaputt arbeiten will - das hat aber bisher nur eingeschränkt geklappt. Vom AMS werden ihm natürlich meist die üblichen Vollzeitjobs angeboten, obwohl er bei diesen auch schon einmal Teilzeit aushandeln konnte.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Willkommen - Ergänzung 2008

Obwohl ich den Stil eines Blogs gewählt habe, gibt es hier (leider?) nur unregelmäßige Ergänzungen. Manchmal sind das auch kleine Änderungen in den Texten, die dann nicht als neuer Beitrag aufscheinen.

Mittlerweile bin ich weder offiziell noch tatsächlich arbeitslos. Zuerst habe ich, mehr durch einen glücklichen Zufall, ein Stellenangebot für eine geringfügige Tätigkeit im sozialen Bereich entdeckt, und nicht allzu lange später habe ich tatsächlich dort gearbeitet. Es kommt auch dem nahe, was ich mir seit längerer Zeit schon immer gewünscht habe - Außendienst in einem überschaubaren Gebiet, nette Leute, und man muss sich selten wegen Fehlern rechtfertigen.

Wie schließlich die nächste Kurs-Zuweisung des AMS gekommen ist (für das internationale Publikum: das österreichische Arbeitsmarktservice), wo man ja bei geringfügigen Tätigkeiten weiterhin gemeldet sein darf, habe ich dann, was nicht das erste Mal war, kurzen Prozess gemacht und mich abgemeldet - seitdem ist Ruhe. Weihnachtsgeld habe ich auch schon bekommen, und seit einiger Zeit bin ich auch bei einer Internet-Plattform dabei, die Auftragsarbeiten im Bereich der Erstellung von Texten vermittelt. Toll, jetzt kann ich auch die Tatsache ausleben, dass ich auch schon immer als berufliche Tätigkeit schreiben wollte.

Bis jetzt ist das Zusatzeinkommen daraus zwar nicht übermäßig üppig, war aber trotzdem schon nach kurzer Zeit höher als erwartet, und es ist, da ich auch schon bezahlt wurde, scheinbar eine seriöse "Geld verdienen im Internet"-Möglichkeit, und wer weiß, wie es sich entwickelt und welche Möglichkeiten sich vielleicht schon bald dort oder sonst wo auftun? Um meine Krankenversicherung habe ich mich auch schon gekümmert, und die Zukunft sieht jedenfalls nicht so schlecht aus, obwohl ich momentan weniger verdiene, als ich früher Notstandshilfe bekommen habe. Aber lieber in Freiheit leben als vom AMS abhängig sein, das mir beim Finden einer passenden Stelle nicht weiterhelfen konnte, und weiterhin krampfhaft nach Büro- und Technikerjobs suchen. Flexibel, belastbar, dynamisch, bla bla - nein, danke. Obwohl, flexibel bin ich ja.

Also: Überlegt euch doch alle, ob ihr nicht vielleicht auch etwas völlig Anderes machen wollt als das, was ihr bisher gemacht habt. Richtet euch nicht nach dem, das vorgegeben und erwartet wird, sondern nach dem, das gerade da ist und interessant aussieht. Auch eine hohe Bezahlung ist nicht das Wichtigste - was spare ich wohl dadurch, kein Auto zu besitzen und nicht zu rauchen? Viele haben sicher auch mehr oder weniger verborgene Talente, die gerade in irgendeinem langweiligen Job verkümmern.

Kontaktmöglichkeiten / Fragen und Antworten: Dies ist über die Funktion "Kommentar verfassen" am Ende jedes Artikels möglich. Die Antworten sind öffentlich lesbar, für private brauche ich eine Mail-Adresse (am besten in der Form NAME (AT) EXAMPLE (punkt) net und nicht name@example.net, da dann eher weniger Spam ankommt) oder eine Web-Adresse, unter der es eine Kontaktmöglichkeit gibt.

Aktuelles - Ende 2008

Laut letzten Medienberichten sieht es so aus, wie wenn die "Mindestsicherung", oder wie immer die genaue Bezeichnung lauten wird, nun doch erst Anfang 2010 eingeführt wird, und auch das nicht sicher ist.

Einerseits soll dies politische Gründe haben - Kärnten legte sich als letztes Bundesland quer - andererseits aber auch technisch-organisatorische.

Montag, 5. Mai 2008

Umfrage - So bestreite ich meinen Lebensunterhalt

Umfrage:
So bestreite ich meinen Lebensunterhalt

unselbstständig erwerbstätig und damit zufrieden
unselbständig erwerbstätig, fühle mich aber nicht glücklich dabei
selbstständig, erfolgreich und recht glücklich
selbstständig, läuft aber schlecht
arbeitslos und deshalb in größeren Schwierigkeiten
Lebenskünstler/in, ich kann auch ohne geregelte Arbeit gut leben

  Resultate

hocknstad, 11:39h.

Freitag, 28. September 2007

...

*** PERSONALSERVICE
sucht zum sofortigen
Eintritt
GERINGFÜGIGE
m/ w, Mitarbeiter (männlich) für
Reinigungsarbeiten und Produktion
bei bester Bezahlung
im Raum Wien. Vorzustellen:
1020 Wien, *********** **,
) 01/*** ** **.


(ist immer wieder unterhaltsam, wenn zwar alle Stellen wie gesetzlich verlangt geschlechtsneutral ausgeschrieben werden, aber dann doch vergessen wurde, was herauszulöschen)

Donnerstag, 16. August 2007

Interessante Links

Private Initiativen und Informationen

So Ned
http://soned.at/

Private Seite, die viele realitätsnahe Informationen zum Beispiel über Zwangs-Kurse des AMS, Bezugssperren und die Möglichkeit von Berufungen enthält. Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die regelmäßig beantwortet und auch als eine Art FAQ (Sammlung von Antworten auf häufig gestellte Fragen) archiviert werden.

Der Schreibstil wirkt zumindest teilweise etwas "überdramatisiert", auch kann es sein, dass mehr die besonders krassen als die "durchschnittlichen" Fälle im Vordergrund stehen.




Rechtliche Informationen, Behörden, öffentliche Einrichtungen, Gesetze


Brutto-Netto-Rechner
http://www.bmf.gv.at/service/Anwend/Steuerberech/BruttoNetto/_start.htm

vom österreichischen Finanzministerium, gibt bei Eingabe eines monatlichen Brutto-Betrages bei "Brutto/lfd Bezug mtl" das zu erwartende Netto-Gehalt an. Bei einer geringfügigen Tätigkeit ist das aber nicht sinnvoll, da steuerfrei.


Arbeitslosengeld - Anspruchsberechnung
http://ams.brz.gv.at/ams/alrech/

vom Bundesrechenzentrum, Berechnung der voraussichtlichen Höhe des Arbeitslosengeldes


Rechtsinformationssystem des österreichischen Bundeskanzleramtes
http://www.ris.bka.gv.at/

hier lassen sich unter "Bundesrecht" und "geltende Fassung erstellen" bei Auswahl eines gefundenen Paragrafen Rechtsvorschriften wie etwa Angestelltengesetz (AngG), Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG), Arbeitszeitgesetz (AZG) oder Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) nachlesen. Generell sollte auch ein Stichwort ausreichen, um einen Paragrafen in einem Gesetz zu finden.



help.gv.at
http://help.gv.at/

Ihr Amtshelfer - übersichtlich zusammengefasste und praktisch orientierte Informationen über Behördenwege und Gesetze, auch im Zusammenhang mit Arbeit und Arbeitslosigkeit


Arbeitsmarktservice Österreich
http://www.ams.at/

Die offizielle Homepage des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS, vormals auch Arbeitsamt genannt, nicht zu verwechseln mit Austria Mikro Systeme), bietet neben Stellenangeboten auch die Möglichkeit zur Anforderung und Meldung verschiedener Dinge. Anträge auf Arbeitslosengeld und anderen Geldleistungen müssen aber auf jeden Fall persönlich vor Ort gestellt werden.


Arbeiterkammer (Kammer für Arbeiter und Angestellte)
http://www.arbeiterkammer.at/

Die AK ist in jedem Bundesland vertreten, zuständig ist jene des Bundeslandes, in dem sich der Firmensitz befindet. Kann auch bei Problemen mit der letzten Firma weiterhelfen und eventuell ausstehende Zahlungen einklagen; steht neben dem AMS auch für verschiedene Auskünfte zur Verfügung.


Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
http://www.waff.at/

Der waff ist eine sozial angehauchte und eng mit der Stadt Wien und dem AMS verbundene Arbeitsvermittlung, die "Flexwork" und "Personalfinder" betreibt. Er kann, obwohl in Kursen des AMS immer auf ihn hingewiesen wird, ebenso wie andere Agenturen auch keine Stellen herzaubern, aber einen Versuch ist es vielleicht wert und Lücken im Lebenslauf müssen dort womöglich weniger verborgen werden.


FinanzOnline
https://finanzonline.bmf.gv.at/

Hier kann jeweils für das vergangene Kalenderjahr und rückwirkend für 5 Jahre die "Arbeitnehmerveranlagung" (Jahresausgleich) durchgeführt werden, über welche es eine (teilweise) Lohnsteuer-Gutschrift gibt (Formular L1). Dies zahlt sich auch bei lohnsteuerfreien, unselbstständigen Tätigkeiten aus, das sind in der Regel Teilzeitjobs und geringfügige Beschäftigung in Verbindung mit einer freiwilligen Selbstversicherung, da dann die "Negativsteuer" ausbezahlt wird: 10% der SV-Beiträge, maximal 110 Euro/Jahr. Es müssen jedenfalls Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden, um eine Gutschrift zu erhalten.

Bei geringfügiger Beschäftigung + Selbstversicherung oder mehreren geringfügigen Jobs, die insgesamt über der Geringfügigkeisgrenze und entsprechend bei der Krankenkasse gemeldet sind, noch unter "Werbungskosten" die Summe der Beiträge im jeweiligen Jahr eintragen (Anzahl der ganzen oder angefangenen Kalender-Monate mal dem Monatsbeitrag für das jeweilige Jahr).

Altes Gästebuch - Archiv

Gästebuch

(Archiv - Kommentare sind über die Kommentar-Funktion aber nach wie vor möglich)


Ausdrücklich erwünscht sind:
Ausdrücklich nicht erwünscht ist und gelöscht wird:

* Erlebnis- und Erfahrungsberichte über das AMS und Arbeitslosigkeit allgemein
* Hinweise auf seriöse Beschäftigungsmöglichkeiten, sonstige Einnahmequellen und andere Alternativen
* Berichte von allen, die eine solche gefunden haben wie sie dazu gekommen sind



* Werbung für MLM, Network Marketing und dergleichen
* destruktive Kommentare wie "Sozialschmarotzer" oder "arbeitsscheu"
* Angebote für Schwarzarbeit und sonstige bedenkliche Dinge


Ihr / Dein Eintrag:
Name (oder Pseudonym)

E-Mail (freiwillig)

Homepage (freiwillig)
Kommentar
Datum: 22.7.2006 11:45
Name: Webmaster
Homepage:
Kommentar:
Interessanter Nachtrag zum unten aufgeführten "EDV Supporter/in":

Anscheinend suchen die immer noch jemand - es gibt ja Stellenangebote, die jahrelang mit immer gleichem Text alle paar Monate auftauchen. Also liebe Firma, vielleicht doch ein bisschen mehr zahlen und einen Firmenwagen zur Verfügung stellen oder sich eine andere Transportlösung überlegen. Wäre auch interessant, was man da großartig transportieren muss, es hört sich eher so an, als ob man da die vorhandene EDV in Firmen betreuen soll.

Datum: 20.7.2006 22:20
Name: noname
Homepage:
Kommentar:
http://www.jobwohnen.at/index.php?id=9&do=detail&JOBSID=519068

Berufserfa hrung in diversen Bereich
Art des Jobs: Geringfügig
Beschreibung: Führen eines Geschäftes im Team. Außerdem unterstützen wir Unternehmen, Steuerberater-innen, Anwälte und Ärzte
Branche: sonstige Branchen
Beginn der Tätigkeit: 07.2006
Ende der Tätigkeit:
Gehalt: bi

Datum: 20.7.2006 22:20
Name: noname
Homepage:
Kommentar:
http://www.jobwohnen.at/index.php?id=9&do=detail&JOBSID=519068

Berufserfa hrung in diversen Bereich
Art des Jobs: Geringfügig
Beschreibung: Führen eines Geschäftes im Team. Außerdem unterstützen wir Unternehmen, Steuerberater-innen, Anwälte und Ärzte
Branche: sonstige Branchen
Beginn der Tätigkeit: 07.2006
Ende der Tätigkeit:
Gehalt: bis 7,2 € pro
unser Angebot: Berufserfahrung, Qualifikation und Grundlagentätigkeit bis qualifizierte Tätigkeit in allen Bereichen.

unsere Anforderungen: Keine sichtbaren Tatoos oder Piercings, kein Kaugummikauen, keine Plateau- oder Turnschuhe, keine bauchfreie Kleidung, kein Rauchen oder Knoblauch mindestens eine Stunde vor Dienstantritt, Lesen der Emails innerhalb von 24 Stunden - Zeitaufwand 5-10 Minuten - daher privater Internetanschluß erforderlich.
Bewerbung ausschießlich mittels Lebenslauf, Foto und Handynummer an erfahrung@hedab.com

Ort: Österreich/Wien
Funktion: Administration und Logistik
InserentIn: Hedab Verwaltungs GesmbH & CoKEG
Währinger Straße 33-35
1090 Wien
Mag. Scheimpflug / Dr. Rüsch
Email: erfahrung@hedab.com
Web: http://www.hedab.com

Datum: 16.6.2006 20:41
Name: noname
Homepage:
Kommentar:
bis jetzt waren im netz alle gehaltsangaben immer noch brutto. ich hatte im vorjahr eine firma, die mich übers ams angefordert hat, weil mein anonymisiertes inserat auf deren homepage war. 1400 brutto, grundbedingung: eigenes auto.
es ist ganz einfach: ein unternehmer möchte an fachwissen rankommen und das möglichst billig(inkl. erpressbarkeit als AL) also nimmt er zwangsvermittelte(wenns geht noch mit förderung) !
denn:
einmal im datenspeicher eines personalvermittlers, IMMER im datenspeicher !!

Datum: 16.6.2006 15:46
Name: nix
Homepage:
Kommentar:
nix

Datum: 16.6.2006 15:32
Name: Webmaster
Homepage:
Kommentar:
Vielleicht ist ja doch netto gemeint, denn so viel habe ich vor 5 Jahren auch fast für einen Job auf ähnlichem Niveau bekommen. Zumindest sind die Anforderungen realistisch, von 2800 Euro brutto-Jobs mit dem üblichen Höchstalter 25 (auch wenn sie das offiziell nicht mehr hinschreiben dürfen), Universitätsabschluss, 5 Jahre Praxis usw -Angeboten hat auch kaum jemand was.Ich würde mich da wohl sogar bewerben, wenn es nicht am eigenen Auto scheitern würde (ich habe früher eines gehabt, aber im letzten Jahr wohl für Fahrscheine (inkl. Außenzonen und Fernreisen) weitaus weniger ausgegeben als sonst immer allein für die Haftpflichtversicherung, die man ja haben muss).

Ich schätze aber schon, dass man dann km-Geld und ev. Spesen-Ersatz für Parkgebühren bekommt, sonst wäre es bei diesem Gehalt sehr bedenklich, dass grade der Waff sowas überhaupt aufnimmt.

Unlängst entdeckt - das Absageservice Österreich

Datum: 16.6.2006 15:17
Name: noname
Homepage:
Kommentar:
http://www2.waff.at/pls/pf/f?p=105:4:1::NO::P4_JOBNUMMER:8233
EDV Supporter/in
Job-Nummer: 8233
Branche: Dienstleistungen
Dienstort: 1170 Wien
Dienstverhältnis / Stunden: Anstellungsverhältnis / 38,5
Gehalt: EURO 1200,- brutto
schriftliche Bewerbungsunterlagen erwünscht: JA
Unser Kunde ist ein gut positionierter EDV - Dienstleister. Zur Unterstützung des sympathischen Teams suchen wir im Rahmen einer Personalvorauswahl eine/n edv-begeisterte/n, verlässliche/n Allrounder/in mit Führerschein B und EIGENEM PKW. Ihr Aufgabengebiet: Betriebssysteme aufsetzen, Firewalls installieren, etc.., Support am Telefon, wie direkt vorort am Kunden. Parallel dazu einfache Bürotätigkeiten. Kaufmännisches Geschick, z. B. Rechnung schreiben, sehr gute Deutsch-, wie EDV-Kenntnisse ( Office, Betriebssysteme aufsetzen ) und ein eigener PKW sind Grundvoraussetzungen für die Berücksichtigung Ihrer Bewerbung. Es erwartet Sie eine sehr interessante Tätigkeit in einem jungen, engagierten Team. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.
+++++++++++++++++++++++++
ein weiterer schei**job; vor allem erfrechen sie sich von dir ein eigenes auto zu verlangen, dass du mit deinen 1200.- zu erhalten hast.

Datum: 18.5.2006 11:05
Name: Webmaster
Homepage:
Kommentar:
/Das Übliche:/

>
*******, ein Unternehmen der *********, ist das weltweit führende Unternehmen im Risiko- und Versicherungsmanagement. Unsere Unternehmensphilosophie lautet: "Wir schaffen Lösungen und erbringen Dienstleistungen im Risiko- und Versicherungsmanagement, die unsere Kunden erfolgreicher machen." Zur Umsetzung unserer Aufgaben suchen wir zum ehest möglichen Eintritt 1 EDV-Administrator/in ERFORDERLICHE KENNTNISSE UND QUALIFIKATIONEN: * Fähigkeiten zu selbstständigem und vorausschauenden Arbeiten * Mindestens 2-3 Jahre Berufserfahrung im IT-Bereich * Fundierte Kenntnisse in den Betriebssystemen Windows XP und in den Serverversionen Windows NT4 und Windows 2000/2003 * Fundierte Kenntnisse mit Microsoft Office (Makroprogrammierung) * Kenntnisse zu Backupsystemen (Brightstore Arcserve) * Strukturiertes Vorgehen zur Fehlerbeseitigung bei Hard- und Softwareproblemen * Fundierte Kenntnisse in Lotus Notes Client. (Konfiguration, Fehlerbeseitigung und Handhabung) * Fundierte Kenntnisse zu Mobilecomputing * Routinierter Umgang mit dem ADS * Allgemeine Kenntnisse in der Netzwerktechnik * Kenntnisse mit 3270 Emulationen (IBM Personal Communication) * Gute Kenntnisse mit PC- Hardware * Programmierkenntnisse (Visual Basic, MS Access, SQL) sind von Vorteil * Gute Englischkenntnisse sind erforderlich STELLENBESCHREIBUNG: * Einrichten und verwalten von PC und Peripherie- Geräten * Installationen von Software / Sondersoftware * Anlage und Verwaltung neuer Anwender in der ADS * Fehler bei Software und Hardware eruieren und wenn möglich beseitigen * Betrieb und Sicherheit unserer PC- Netzwerke und Server sicherstellen * Qualifizierter Anwendersupport und Service für Hard- und Software * Hardwarebeschaffung in Absprache mit IT -Deutschland * Unterstützung von Projekten * Zusammenarbeit mit dem Helpdesk und Pflege des Ticketsystems * Sicheres und gepflegtes Auftreten

/Jetzt kommts:

>
Teilzeitbeschäftigung: 19 Stunden/Woche, Gehalt: EUR 1.300,- brutto/Monat. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an ******************** Wien, bevorzugt per Mail an: *********

/Wow, ob sich das alles in der Zeit ausgeht? Gar nicht so schlechtes Gehalt für Teilzeit, aber zahlt das der Hofer nicht auch fast?/

Datum: 22.4.2006 15:59
Name: ALS wien
Homepage:
Kommentar:
Arbeitslosensprecher ALS

Liebes AMS,

Arbeit muss sich Rechnen !


Bei deinen Transitjobs kann davon keine Rede sein.



1490,-- Euro brutto



Zahle mir soviel dass ich davon leben kann,
oder soll ich abends stehlen gehen ?


ALS wien 0676 – 727 30 66 Arbeitslosensprecher@gmx.net

Datum: 17.1.2006 23:15
Name: [webmaster]
Homepage:
Kommentar:
Das ist wieder einmal ein Leckerbissen:

>JUNGE, ERFOLGREICHE UNTERNEHMENSGRUPPE sucht qualifizierte(n) EDV >BetreuerIn für Unternehmen in Wien und Umgebung. Wir bieten: >Teilzeit- bzw. Werkvertrag

das heißt, wir wollen eigentlich nichts zahlen?

>interessante Aufgaben und Herausforderungen, gute Bezahlung. Wir >erwarten: ausgezeichnete Kenntnisse MS SBS/ Exchange sowie MS >Anwenderprodukte (Ausbildungsnachweise erforderlich)

ob die wohl einen ECDL auch nehmen? Für einen Teilzeitjob jedenfalls ganz schön was zu tun.

>mehrjährige Erfahrung, unternehmerisches Denken, >Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Organisationstalent.

Na das Übliche halt

>Lebenslauf mit Foto
>xxxxx KURIER, Postfach 900, 1191 Wien.
>E-Mail: ChiffreAntworten...

Aha, und das ganze Angebot ist uns eh peinlich ;-)

Datum: 4.10.2005 14:12
Name: noname
Homepage:
Kommentar:
das sind die "weissen elephanten". so nenn ich jene jobs, die derartig realitätsfremd sind, dass man nur noch lachen kann.
gesucht: 5 betriebssysteme, 3 programmiersprachen, abgeschl. studium, abgeleisteter präsenzdienst, höchstalter 22, 10 jahre praxis, für 20 wochenstunden !!
jüngst hat mich übers ams eine firma kontaktiert, weil sie für den schei**job am freien markt ganz offensichtlich keinen finden konnten; und haben dann einen jüngeren genommen, damit die "alterspyramide" in der abteilung "stimmt". der witz ist, ich hätt den job durchaus genommen; für € 1400 brutto !!!!
allerdings war ich nicht willens mit dem EIGENEN pkw support im aussendienst zu machen; also kurzerhand auf nix schein, nix auto gemacht. das wars dann.
sie finden immer wieder ihre "wurstsemmel-holer" !

Datum: 4.10.2005 14:12
Name: noname
Homepage:
Kommentar:
das sind die "weissen elephanten". so nenn ich jene jobs, die derartig realitätsfremd sind, dass man nur noch lachen kann.
gesucht: 5 betriebssysteme, 3 programmiersprachen, abgeschl. studium, abgeleisteter präsenzdienst, höchstalter 22, 10 jahre praxis, für 20 wochenstunden !!
jüngst hat mich übers ams eine firma kontaktiert, weil sie für den schei**job am freien markt ganz offensichtlich keinen finden konnten; und haben dann einen jüngeren genommen, damit die "alterspyramide" in der abteilung "stimmt". der witz ist, ich hätt den job durchaus genommen; für € 1400 brutto !!!!
allerdings war ich nicht willens mit dem EIGENEN pkw support im aussendienst zu machen; also kurzerhand auf nix schein, nix auto gemacht. das wars dann.
sie finden immer wieder ihre "wurstsemmel-holer" !

Datum: 4.10.2005 13:15
Name: [webmaster]
Homepage:
Kommentar:
Noch eines, dann höre ich schon auf ;-)

"International sehr erfolgreiches Unternehmen"

Wenn nur das dastehen würde, könnte man einmal wieder von MLM ausgehen, aber wenn man weiterliest natürlich nicht.

"...für die Organisation von Messen und Ausstellungen stellt für sein Wiener Headquarter per ab sofort Netzwerkadministrator/in für vorerst 30 Wochenstunden mit flexibler Arbeitseinteilung ein...."

Oh, schön, grade richtig!

"Ihre Voraussetzungen: Abgeschlossenes Studium der Informatik / Technik, evtl. auch Studienabbrecher/innen, oder abgeschlossene HTL und mindestens 2 Jahre nachweisbare Erfahrung als Netzwerkadministrator/in."

Ließe sich bei mir irgendwie schönreden, aber wenn die schon mit "nachweisbare Erfahrung" anfangen... Dabei werden anderswo ja eher 3-5 verlangt.

"Teamgeist, Flexibilität und ausgezeichnete Umgangsformen."

Bla Bla Bla...

"...Ihre Verantwortung und Know How: Sie sind verantwortlich für die Administration, Wartung, Weiterentwicklung und die technische
Unterstützung der Hardware..."

Ja, könnte ganz interessant sein, was immer sich die unter "Weiterentwicklung von Hardware" vorstellen.

"SQL"

Ja, einmal in einem Kurs gehört und ein Datenbanksystem von der Weitn gesehen.

"SBS"

Moment, was war das schnell noch einmal? Siemens Business Service wohl nicht ;-)

"Exchange Administration"

Ein Exchance-Server ist sicher nicht soooo kompliziert, aber wenn man sowas nur einmal kurz in einem Kurs gesehen hat? Immer noch besser als Lotus Notes.

"Active Directory"

ja, hat irgendwas mit Windows-Servern zu tun.

"DATA MINING"

Ist doch ein ziemlich allgemeiner Begriff? Hauptsache, sie schreiben es in Großbuchstaben.

"MS ACCESS, Excel !!"

Also zwei Rufzeichen mit Abstand davor deuten schon irgendwie auf einen leicht reizbaren Chef hin.

"Erfahrung mit Faxaussendeprogrammen ist wünschenswert."

Oh, schön, sowas habe ich früher gelegentlich verwendet ;-)

"Auf alle Fälle MÜSSEN SEHR GUTE "SQL" Kenntnisse verhanden sein !!!!"

Hey, ich weiß was SQL ist, unter Anführungszeichen setzten ist nicht wirklich nötig. Nur können tue ichs leider nicht, was bei VIER Rufzeichen wohl sehr von Nachteil ist. Aha, und die anderen Sachen muss man eigentlich eh nicht können?

"Wir erwarten hohe Lernbereitschaft, die Entwicklung und Umsetzung transparenter Arbeitsprozesse zur Implementierung einer neuen Datenbank..."

Na serwas.

"Erfahrung im Bereich DATA MINING ist unbedingt erforderlich."

Also doch wieder, aber wenigstens ohne Rufzeichen.

"Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der ADG Nummer ***** an den waff Personalfindernalfinder.at..."

Wäre halt nett, wenn besonders AMS und waff auch ein paar "volksnähere" Stellenangebote hätten.

Ich glaube, ich werde eine "Stellenangebote zerlegen"-Seiten aufmachen - könnte kultig werden ;-))

Datum: 4.10.2005 12:47
Name: [webmaster]
Homepage:
Kommentar:
@ noname - wow, 2 Jahre sogar, was soll ich dann mit meinem halbjährigen Kurs sagen? Wie gesagt, vor 5 Jahren hat man damit noch was gefunden und ist auch ständig zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden.

Hier einmal nur zur Veranschaulichung das Problem, das ich mit gängigen Stellenangeboten habe:

-----------
"Das ************* sucht für ein renommiertes
Unternehmen in 1130 Wien ab sofort Netzwerktechniker/in als UNIX-Systemmanager/in mit Presales Interesse. Anforderungen: Sie verfügen über ausgezeichnete Kenntnisse im Bereich Netzwerke (IP,VPN,Firewalls,Router), Unix- oder Linux..."

Theoretisch gehört und einmal "von der Weitn" gesehen haben reicht da eben wohl nicht.

"... (inkl. Cluster-Technologie) mit Middleware (Bea, Websphere). "

Also von Clustern und Middleware habe ich was gehört, aber was ist Bea und Websphere schon wieder? ;-)

"Darüber hinaus haben Sie Freude an Technischer Konzeptarbeit (z.B. Technische Angebote erstellen)."

Ähm, naja...

"Erfahrung aus redundanten Echtzeitsystemen (Massendaten) mit C/S- oder 3-tier-Architektur ist von Vorteil, aber nicht Bedingung."

Äh, was bitte? Ist auch besser so.

"Das Aufgabengebiet umfasst: Sie betreuen unsere Entwicklungs-, Test- und Produktionsanlagen (Unix/Linux) und die entsprechenden Netzwerke. Kundensupport (intern und extern) inkl. Trouble-Shooting ist
für Sie gelebte Praxis."

Prinzipiell ja, aber was das genau bedeutet, lässt sich sehr vielfältig auslegen.

"Schritt für Schritt übernehmen Sie darüber hinaus die Verantwortung für Presales Aktivitäten im Systems Bereich (z.B.: Angebotserstellung)."

Wieder die "suchen jemand der 1000 Sachen macht, anstatt mehr Leute anzustellen"-Geschichte.

"Persönlich überzeugen Sie uns durch Ihre ausgeprägte Kundenorientierung, Ihre Bereitschaft zu Dienstreisen und zu Bereitschaftsdiensten"

Nein, leider nicht wirklich.

"(3rd-level-support) sowie Ihre Kenntnisse in technischem Englisch zur Betreuung unserer internationalen Kunden."

3(!!!)rd Level? Jetzt hörts aber auf. Dh. das sind die Sachen, wo schon der 2nd Level eine Woche herumgetan hat und nicht weiter weiß.

"Arbeitszeit: Vollzeitbeschäftigung nach Absprache;"

vermutlich 4 Überstunden täglich, mindestens.

"Entlohnung: je nach Qualifikation nach Vereinbarung;"

Gut, kann ich bitte 850 netto haben wenn ich nicht alles können muss? Reicht auch schon.

"Bei Interesse bewerben Sie sich bitte...."

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Oder das hier:

"Für Internet Server Provider in 1160 Wien wird Netzwerkadministrator/in gesucht.
Als Systemadministrator im Dienste unseres Auftraggebers, einem jungen
Unternehmen (ISP) mit einem persönlichen und professionellen Betriebsklima in einem modernen Umfeld in Wien 16, übernehmen Sie die interne LAN-Wartung,"

bis hier hört sichs ja ganz gut an

"...beschäftigen sich mit dem Bereich Managed Services..."

was immer das genau sein mag

"...sind sattelfest in Sachen Software Engineering. Idealerweise programmieren Sie in UNIX, Perl und C...."

Jetzt kommts, warum schreiben sie nicht gleich "Programmierer?". Anscheinend bekommt man ohne Programmierkenntnisse (HTML ist nicht wirklich eine Programmiersprache und vor 15 Jahren etwas Basic und Pascal gelernt zu haben reicht wohl nicht) sowieso kaum noch etwas, wenn die das immer beiläufig dazu schreiben.

"Entlohnung 3000 EUR brutto pro Monat"

Wow, das sind ca. 1850 netto, noch ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld natürlich. Da haben wir das Problem, alle Firmen möchten anscheinend nur Multitalente und Jobs wo man die Hälfte können muss und erst einmal die Hälften von so einem Gehalt bekommt gibts halt nicht (mehr?).

"Arbeitszeit (38,5 Std./Woche) 9 - 18 Uhr;"

Na wer's glaubt...

"Geboten werden abwechslungsreiche Aufgaben sowie vielfältige Möglichkeiten für eine laufende fachliche Weiterentwicklung."

Bla Bla Bla...

"Inserate des WAFF Personalfinders richten sich an beim AMS
Wien arbeitsuchend bzw. arbeitslos gemeldete Personen. Bewerben Sie sich bitte..."

Na sehr schön, bringt aber eben wenig.

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Vor allem das erste ist vielleicht ein Extrembeispiel und schon ziemlich auf den ersten Blick eine Nummer zu groß für mich, aber in der Art ist die Mehrzahl der typischen auf den ersten Blick für mich passenden Stellenangebote.

Datum: 2.10.2005 23:40
Name: noname
Homepage:
Kommentar:
@ 15.9.2005 12:00 [hocknstad] Webmaster
der medienrummel der jahre 1999/2000 diente nur einem ziel: die durch die decke schiessenden arbeitslosenzahlen (im winter 300.000) sollten mit einer neuen ausbildungsschiene abgefangen werden. um die kurse möglichst schnell "voll" zu kriegen wurde die mär von den "30.000 technikern in den nächsten 5 jahren" erfunden; und zwar von namhaften experten !!
pustekuchen !!!!
gleichzeitig wars für die wirtschaft äußerst angenehm, da durch das entstehende überangebot an edv'ern die löhne & gehälter derselben absanken.
woher ich das alles weiss? auch ich entstamme einer 2-jährigen umschulung zum edv'er mit lehrabschluss und kanns mir in die haare schmieren.

Datum: 27.9.2005 18:03
Name: [webmaster]
Homepage: http://www.blogigo.de/Centaurea/entry/15722
Kommentar:
Grade einen interessanten Text gefunden - siehe Link.

Datum: 15.9.2005 23:01
Name: Bruno
Homepage:
Kommentar:
Interessante HP, wünsche dir alles Gute!

Datum: 15.9.2005 19:12
Name: Leopold Neugebauer
Homepage: http://www.nlgraphics.org
Kommentar:
Ich habe mir diese HP sehr genau durchgelesen und ich finde sie Inhaltlich sehr gut. Viele wissen wirklich nicht über ihre Rechte bescheid. Sehr viele aber auch nicht über ihre Pflichten. Bei sehr vielen habe ich aus persönlichen Erfahrungen und auch aus Gesprächen die Erkenntnis erlangt, dass es auch an nötigem Selbstwertgefühl mangelt. Oft aus psychischem Druck der auf diese Menschen ausgeübt wurde oder wird.
Das was hier vermittelt wird an Basiswissen im Umgang mit dem AMS aber auch mit den Animateuren in den Kursen ist sehr gut.

Datum: 15.9.2005 12:00
Name: [hocknstad] Webmaster
Homepage:
Kommentar:
Da dies hier vorläufig ein Ein-Mann-Projekt ist in dem ich eigene Erfahrungen an andere weitergeben will, erzähle ich einmal meine persönliche Geschichte:

Zuerst einmal habe ich "wie vorgesehen" die Maschinenbau-Abteilung einer HTL absolviert. Mein erster "richtiger" Job war zwar eine Katastrophe (der Chef war ein Choleriker und die ganze Atmosphäre sehr feindlich), aber ich habe mir diesen damals Mitte der 1990er aus sage und schreibe drei Angeboten aussuchen können. Das Nächstbeste war immer noch zu haben, und so bin ich in der Probezeit dort hin gewechselt. Das Netto-Gehalt war zwar kaum höher als meine heutige Notstandshilfe, aber dafür war es in der Firma wenigstens freundlich und "familiär". Ich hätte mir vorstellen können, hier durchaus drei Jahre zu bleiben und mir meinen Ing-Titel zu holen, bin aber nach einem halben Jahr hinaus geflogen. Sie waren leider nicht zufrieden, und vielleicht habe ich es ja auch etwas zu locker genommen. Dabei habe ich mich sogar an den eigentlich unmenschlichen Arbeitsbeginn um 7 Uhr ganz gut gewöhnt.

Nach ein paar Wochen habe ich dann eine andere Stelle als Techniker gefunden wo ich vom Fleck weg engagiert worden bin, dort war ich aber auch nicht viel länger und es hat ähnlich geendet. Wirklich gefallen hat sie mir eh nicht und es war auch manchmal schwierig, den Rauchern auszuweichen.

Dann hat es angefangen - über einige Jahre hinweg nette Absagen, zwischen viel Freizeit manchmal verschiedene kurzfristige Aushilfsjobs und auch einige Bewerbungs-Kurse, in die ich vom AMS geschickt worden bin. Eigentlich eine recht angenehme Lebensphase, aber einige Leute fragen eben immer wieder gern was man denn beruflich so macht, und irgendwann hat sich zumindest zeitweise sicher auch eine gewisse Leere und Langeweile eingestellt. Einige Tätigkeiten wären sogar auf unbestimmte Zeit angelegt gewesen, aber hier bin ich über die Probezeit nicht hinaus gekommen.

Nachdem ich es zwischendurch neben dem metalltechnischen auch mit dem kaufmännischen Bereich probieren wollte und mir klar wurde, dass da eben nur Frauen mit HAK-Matura oder ausgebildete Buchhalter genommen werden, habe ich mich dann zunehmen für den EDV-Bereich interessiert. Besonders um 2000 war in den Medien ja immer wieder die Rede davon, dass es einen großen Fachkräfte-Mangel geben soll, und so hat das AMS eine große Ausbildungs-Aktion gestartet. Es war dann mein erster Kurs mit wirklichen Fachinhalten, und nach einem kurzen Abenteuer als EDV-Techniker in einer Firma wo sie mich dann nur drei Tage wollten, habe ich schließlich nach langem wieder einen längerfristigen Job gefunden. Den konnte ich mir immerhin aus zwei Angeboten aussuchen, und vor 5 Jahren waren die Anforderungen an einen Systembetreuer bzw. Techniker im EDV-Bereich oft auch noch deutlich niedriger. Das ist ziemlich lange gut gegangen und war sogar bei einer großen, bekannten Firma, aber auch hier bin ich schließlich wegen einer Mischung aus Auftragsmangel und Unzufriedenheit der Firma hinaus geflogen.

Seither lese ich immer wieder Anzeigen wo jahrelange Erfahrung in Dingen gefordert wird, die ich einmal von der Weitn gehört habe - niemand braucht anscheinend mehr EDV-Techniker auf Anfänger- bis Fortgeschrittenem-Niveau. Zwar hat es bei einigen Bewerbungen durchaus ganz gut ausgeschaut, aber geworden ist schließlich nichts daraus. Jetzt sitze ich hier mit einer Quaifikation die ich zwar privat und im Freundeskreis brauchen kann, die aber sonst niemand interessiert, und vom Maschinenbau-Bereich habe ich mich auch schon viel zu weit entfernt. Tja, als nächstes probiere ich es dann vielleicht mit gemeinnütziger Arbeit, bevor ich in den nächsten Kurs geschickt werde - wirkiche berufliche Perspektiven oder Geschäftsideen konnte mir dort übrigens noch nie jemand vermitteln.

Datum: 15.9.2005 11:18
Name: [hocknstad] Webmaster
Homepage: http://www.hocknstad.tk
Kommentar:
Wieder die MLM - Mafia...

Ich glaube, ich werde das Gästebuch als eine Art unregelmäßigen Weblog verwenden, ihr könnt aber natürlich auch selbst Einträge machen.

Gestern habe ich wieder einmal zu jobfinder.at geschaut und gesehen, dass ich mich dort ja einmal für den "Bewerberpool" registriert habe. Jedenfalls habe ich gestern meine Daten etwas aktualisiert und schon heute eine Antwort bekommen.

"Wir schätzen die Dynamik und Lernbereitschaft junger Einsteiger für die Beratung genauso wie Know How und Kompetenz erfahrener Kollegen für die Führungsebene. Sie suchen eine echte Herausforderung und überdurchschnittlichen Verdienst -und Karrieremöglichkeiten in einer hochkarätigen Wachstumsbranche."

Nachdem hier absolut nicht steht worum es eigentlich geht, nur mit großen Versprechungen bei niedrigen Voraussetzungen geworben und außerdem ein MLM-System angedeutet wird, wo ständig neue "Opfer" rekrutiert werden sollen, spare ich mir eine Antwort wohl besser. Eine Suche nach der E-Mail-Adresse des Herren bei Google ergab übrigens, dass er im Finanzbereich tätig ist - das hat auch wenig mit meiner momentanen Wunschtätigkeit EDV zu tun und ich war wohl nicht der einzige, der einen absolut nicht zum Profil passenden Massentext bekommen hat.

Abmeldung vom AMS

Allgemein

Eine Abmeldung vom Arbeitsmarktservice bzw. vom Bezug einer Geldleistung wird üblicherweise dann gemacht, wenn man eine Arbeit gefunden hat, oder auch vorübergehend bei einer Auslandsreise, wenn es dabei keinen möglichen Ärger mit dem AMS geben soll.

Es kann aber gute Gründe dafür geben, sich auch ohne eine Arbeit zu haben vom AMS abzumelden. Der Vorteil ist, dann von möglichem ausgeübten Druck befreit zu sein und insbesondere auch nicht mehr mit Kursen belästigt zu werden. Die darauf folgende Zeit bietet sich etwa dazu an, das eigene Leben in Ordnung zu bringen, in Ruhe Dingen nachzugehen die man schon immer machen wollte, oder sich einfach von möglichem Stress zu erholen.

Ein guter Zeitpunkt wäre also der Tag, an dem ein Kurs beginnen soll. Es steht allen frei, sich abzumelden, niemand muss sich beim AMS melden. Die Anspruchsvoraussetzung fällt bei Arbeitsunwilligkeit, was auch die Unlust, an Kursen teilzunehmen einschließt, ohnehin weg. Es ist leicht vorstellbar, dass einige Zeit später eine Mitteilung darüber kommt, dass der Bezug wegen Nichtbesuchens eines Kurses für 6 Wochen gesperrt wurde - prinzipiell einfach ignorieren, da ohnehin schon egal. Wer es ohnehin auf eine eine 6-wöchige Sperre ankommen lassen will, ist mit einer freiwilligen Abmeldung also eher besser beraten.

Eine Abmeldung ist, im Gegensatz zu einer Anmeldung, recht unkompliziert über http://www.ams.at/sfa/checkout.html möglich ("sonstiger Grund" auswählen und "Urlaub" eingeben, was genau, ist aber prinzipiell egal), oder über die üblichen Wege wie Telefon oder auch per Post. Die Bearbeitung kann einige Tage dauern - wer sich schon ca. eine Woche vor Beginn eines Kurses zum entsprechenden Datum abmeldet, kann sich also möglicherweise unnötige, lästige Briefe wie "Ihr Bezug wurde eingestellt, weil Sie die Maßnahme nicht besucht haben" ersparen. Eventuell auch Kontakt mit dem Schulungsinstitut aufnehmen und diesem "Sie können mich aus der Liste streichen, weil ich mit xx.xx. abgemeldet bin" sagen, obwohl das prinzipiell nicht nötig ist.

Grundvoraussetzung ist natürlich, dass genug Ersparnisse da sein sollten (typischen Finanzbedarf pro Monat mit den vorhandenen Sparbüchern etc. vergleichen), und/oder zum Beispiel Verwandte/Familie oder Freunde, die einen unterstützen. Durch eine Einzahlung (z.B. von behobenem Geld von einem Sparbuch) auf das eigene Konto (Eigenerlag) lässt sich verhindern, dass dieses durch Abbuchungen/Rechnungen überzogen wird. Die Geldleistung des AMS wird immer ein paar Tage nach Monatsanfang für das vergangene Monat überwiesen, es könnte also im nächsten Monat von diesem noch ein Restbetrag kommen.

Auch der Verzicht auf ein nicht unbedingt nötiges Auto (aber auch zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren statt mit den Öffis), teure Urlaube (es gibt auch genug günstige Möglichkeiten wie z.B. couchsurfing.com), der Verzicht auf Versandhausbestellungen so zum Spaß, endloses Telefonieren (hier gibt es aber auch schon etliche dann viel günstigere Pauschal- und laufend günstigere Minutentarife) oder z.B. häufige Lokalbesuche ist natürlich überlegenswert und trägt dazu bei, dass es sich eher ausgeht. Wer raucht und schon immer aufhören wollte, sollte auch bedenken, dass sich dadurch auch viel Geld sparen lässst.

Innerhalb von 5 Jahren (bis Ende 2008: 3 Jahre) nach dem letzten Bezug einer Leistung vom AMS besteht außerdem die Möglichkeit einer Fortzahlung (Quelle: http://www.ams.at/neu/2818.htm), sofern dazwischen keine neue Anwartschaft entsteht (in den meisten Fällen mindestens 28 Wochen Arbeit) und somit ein neues Arbeitslosengeld berechnet wird. Sollte die Grundsicherung (oder Mindestsicherung) wie geplant eingeführt werden, wäre das dann aber immer ein realistischer Mindestbetrag, und nicht womöglich nur 450 Euro pro Monat.


Krankenversicherung

Ein großes Problem kann dann aber die Krankenversicherung sein (und auch die Anrechnung der Zeiten für die Pension - wer damit rechnet, irgendwann in ferner Zukunft eine zu bekommen). Für 42 Tage (6 Wochen) nach der Abmeldung läuft diese aber noch weiter, Berichten nach muss außerdem eine laufende Behandlung auch nach dieser Frist zu Ende gebracht werden, auch wenn ich mich auf Letzteres nicht verlassen und das vorher klären würde.

Es ist aber möglich, sich für die Zeit danach selbst zu versichern, es sollte reichen, den Antrag innerhalb der 6-Wochen-Frist zu stellen. Allerdings verrechnet die Gebietskrankenkasse (zumindest die WGKK) dafür EUR 319,61 pro Monat (Stand 2007, wird jährlich etwas erhöht), womit das eher nur eine theoretische Möglichkeit ist.

Es kann jedoch eine Herabsetzung beantragt werden, laut Auskunft aus dem Jahr 2008 ist der niedrigste Betrag 83,40 Euro. Es müssen Unterlagen vorgelegt werden, wie man derzeit den Lebensunterhalt bestreitet, etwa eine Unterstützungserklärung von jemand, ein Sparbuch oder ein Kontoauszug. Bei einer Selbstversicherung gibt es eine volle Krankenversicherung, aber keine Anrechnung der Zeiten für die Pension.

Auch der "Trick", sich nur vor geplanten Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten, in Notfällen etc. anzumelden, ist nicht möglich, weil eine Wartefrist von 6 Monaten vorgesehen ist, bis Anspruch auf eine Leistung besteht. Ansonsten gibt es nur noch Einrichtungen wie das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien, welche einen auch ohne Krankenversicherung und kostenlos behandeln. Das ist aber wirklich eher nur für Ausnahmesituationen und mittellose Personen gedacht.

Diese Frist entfällt nur, wenn die Selbstversicherung direkt an eine andere bestehende Krankenversicherung anschließt (Quelle: http://www.wgkk.at/esvapps/page/page.jsp?p_pageid=221&p_menuid=56633&p_id=4&pub_id=85599)

Eine Abmeldung vom AMS bietet sich eventuell auch an, wenn jemand verheiratet ist oder in einer Lebensgemeinschaft/Partnerschaft lebt (seit 2010 theoretisch sowohl hetero- als auch homosexuelle) und deshalb wegen Anrechnung des Partnereinkommens wenig bis gar kein Arbeitslosengeld/Notstandshilfe bekommen. Hier ist nämlich mitunter eine Mitversicherung möglich - auf jeden Fall einmal bei der Krankenkasse fragen. Auf diese Weise hat man dann Ruhe von Kursen, und ist trotzdem krankenversichert. Allerdings habe ich damit keine Erfahrung, und die Bestimmungen dazu sollen recht streng bzw. diese Möglichkeit überhaupt weitgehend abgeschafft worden sein.

Eine sehr elegante Möglichkeit stellt ein geringfügiges Dienstverhältnis dar, selbst wenn das Einkommen daraus noch so gering ist. Dann ist nämlich eine Selbstversicherung für nur ca. 50 Euro pro Monat möglich. Hier sollte, wenn eine längere Abmeldung vom AMS geplant ist, die Anmeldung bei der zuständigen Gebietskrankenkasse am besten in den letzten (Werk-)tagen der 6-Wochen-Nachversicherungsfrist gestellt werden, da üblicherweise der folgende Tag als Beginn genommen und so die Frist sicher nicht versäumt wird.

Einen Versuch wert kann es auch sein, sich nach einigen Wochen, jedoch vor Ablauf der 6-Wochen-Krankenversicherungsfrist einfach bei der Informationsstelle des AMS zurückzumelden, und zu schauen, was passiert. Bei mir wurde jedenfalls so getan, als ob nichts gewesen wäre, und auch nicht auf den versäumten Kurs eingegangen. Da man dem AMS dann auch einen Betrag in der Größenordnung von 3000 Euro erspart hat (entfallene Geldleistung + Kurskosten), ist die Freundlichkeit aber vielleicht auch nicht verwunderlich. Es könnte aber auch ganz anders kommen.

Meldet man sich erst nach mehr als 2 Monaten zurück, so gibt es zwar eine Lücke von etwa 2 Wochen ohne Krankenversicherung, dafür erhält man diese dann Berichten nach sofort wieder, und kann mitunter in einen "angenehmeren" Arbeitslosen-Status zurückfallen (siehe LZAL / LZBL unter "Umgang mit dem AMS").

Also: Eine Abmeldung kann ein gewagter Schritt sein. Ruhig bleiben, sich überlegen, ob es finanziell möglich ist, Fristen beachten, und wer Lust hat, kann auch ein wiederholtes Ab- und Anmeldespiel spielen. Besser, als Kontrollterminen und Kursen einfach unentschuldigt fernzubleiben, dürfte es aber allemal sein.

Grundsicherung, (Bedarfsorientierte) Mindestsicherung, Grundeinkommen

Die Idee ist grundsätzlich, immer mindestens einen bestimmten Betrag ausbezahlt zu bekommen, auch ohne einer Erwerbs-Arbeit nachzugehen. Je nach politischer Ausrichtung sind die Bezeichnungen dafür und auch die genauen Konzepte dahinter unterschiedlich.

Eine "Grundsicherung" gibt es in Österreich eigentlich ohnehin schon lange - in Form von Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Sozialhilfe, Pensionen und noch einer Reihe anderer Geldleistungen. Eigentlich könnten diese also, was sicher auch die Verwaltung vereinfachen würde, als allgemeine Leistung auf einen bestimmten Mindestbetrag vereinheitlicht werden. Es kann einen großen Unterschied machen, ob jemand im Monat 400 oder 700 Euro zur Verfügung hat.


Aktuell

Bei Konkretisierung der Planungen war in den Medien von einer "bedarforientierten Mindestsicherung" von 726 Euro brutto im Monat, 14 Mal pro Jahr (Quelle: http://orf.at/061201-6603/index.html) die Rede. Auf 12 Mal netto pro Monat umgerechnet, ergibt sich ein Betrag von ca. 700 Euro

Als Termin der Einführung wird momentan Mitte 2009 genannt, möglicherweise aber doch erst 2010. Neben den "Linken" ist prinzipiell auch die ÖVP dafür, auch wenn die Vorstellungen der einzelnen Parteien natürlich etwas unterschiedlich sind.

Andererseits gibt es aber Befürchtungen, dass dies ähnlich wie "Hartz IV" in Deutschland ausfallen könnte - also mit der Auflage, etwaige Vermögenswerte zuerst zu verbrauchen, genauen Kontrollen, natürlich ständiger Arbeitsbereichtschaft und den berühmten "1-Euro-Jobs".

Laut neueren Medienberichten im Jahr 2008 sieht es so aus, als ob der Betrag jedes Jahr etwas erhöht wird. Auch bei Aufnahme einer Arbeit könnte eventuell noch ein Teil der Mindestsicherung gezahlt werden. Bei Verweigerung von Stellenangeboten, Kursen oder aus sonstigen Gründen ist die Rede davon, dass es keine Einstellung, sondern eine Kürzung auf 50% gibt, möglicherweise auch schrittweise bis auf 50% hinunter. Dies wäre dann, wenn auch auf niedrigem Niveau, tatsächlich ein "bedingungsloses Grundeinkommen". Auch eine Krankenversicherung ist vermutlich inkludiert. Allerdings gab es auch schon Berichte darüber, dass die Leistung möglicherweise doch auch komplett eingestellt werden kann.

Es ist vorgesehen, den Antrag auf die Mindestsicherung über das AMS abzuwickeln. Interessant zu wissen wäre, ob man statt Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe automatisch die Mindestsicherung erhält, wenn diese höher ist, man frei wählen kann, oder die Notstandshilfe in der heutigen Form überhaupt abgeschafft wird.

Bedingung soll auch sein, maximal 3500 Euro besitzen zu dürfen - eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus oder ein nicht unbedingt nötiges Auto könnte dann also von Nachteil sein. Ob das Vorhandensein von Sparbüchern geprüft wird bzw. wie sich das mit dem Bankgeheimnis vertragen soll, wäre interessant.

Gleichzeitig soll auch ein Mindestlohn (1000 Euro brutto, was aber nicht wirklich viel wäre) eingeführt werden, so dass, selbst wenn keine Arbeitspflicht vorgesehen wäre, noch ein Anreiz zum Arbeiten gehen besteht. In letzter Zeit wurde allerdings kaum mehr über dieses Thema berichtet. Würde die Leistung bedingungslos ausbezahlt, wären die Firmen natürlich besonders gefordert, attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten. Auch selbstständig machen wäre in gewissem Rahmen wohl einfacher, wenn es eine ständige Absicherung im Hintergrund gibt (auch wenn es mittlerweile eine Arbeitslosenversicherung für Selbstständige gibt).

Mögliche Alternativen zum regelmäßigen AMS-Besuch und zum Kreislauf aus Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und Absagen

Zu Hause sitzen, einen Kreislauf aus Bewerbungen schreiben und Absagen bekommen durchmachen, mehr oder weniger gut von der Notstandshilfe zu leben und warten bis etwas passiert oder womöglich auf MLM-Werbung herein zu fallen ist die eine Möglichkeit. Dies ist der Versuch, mögliche denkbare und auch eher nicht denkbare Alternativen dazu aufzuzählen.

Die meisten davon machen sich übrigens recht gut in Lebensläufen, eine Angabe welcher Art eine Tätigkeit genau war und wie sie entlohnt wurde, ist hier grundsätzlich nicht nötig. Auch wenn eine Firma vielleicht eher davon ausgeht, dass etwas im Lebenslauf eine typische Vollzeittätigkeit war, außer vielleicht, es war neben Studium oder Kinderbetreuung, so muss das keineswegs der Fall sein und wird auch nur zum Teil hinterfragt.


Geringfügige Beschäftigung

In diesem Bereich finden sich recht häufig Stellen wie etwa Regalbetreuung in Supermärkten, eventuell Lagerarbeiten oder Dateneingabe, wer länger und genau sucht, findet aber auch noch andere Tätigkeiten. Vielleicht klappt es ja zum Beispiel im Bereich der Kinder- oder Altenbetreuung? Auch ohne Heimhilfe- oder Krankenpflege-Ausbildung gibt es passende Angebote. Diese wenden sich zwar auf den ersten Blick eher an ein studentisches Publikum, sind aber natürlich auch für Arbeitslose interessant, um "ein bisschen Geld zu verdienen" und "etwas zu tun" und sind mitunter leichter als eine "richtige" Arbeit zu bekommen. Die Geringfügigkeitsgrenze liegt im Jahr 2009 bei 357,74 Euro pro Monat und wird zu Beginn jenen Jahres etwas erhöht (Auskunft z.B. auf der Website der AK), das Einkommen ist lohnsteuerfrei, und es gibt nur eine freiwillige Sozialversicherung zu einem vergünstigten Tarif, die aber gar nicht nötig und möglich ist, wenn gleichzeitig noch ein AMS-Bezug besteht. Möglich ist lediglich z.B. der Abzug einer Betriebsratsumlage in der Größenordnung von 1-2 Euro im Monat.

Zu bedenken ist außerdem, dass es zumeist auch Anspruch auf 14 Lohn- bzw. Gehaltszahlungen pro Jahr gibt (Bezeichnung je nachdem, ob Arbeiter/in oder Angestellte/r), sowie 5 Wochen bezahlten Urlaubsanspruch pro Jahr, während die AMS-Leistungen ja nur 12 Mal bezahlt werden.

Die Arbeitszeit liegt oft im Bereich von bis zu 10 Stunden pro Woche oder ist auf einzelne Tage beschränkt. Bis zu dieser Grenze kann weiterhin Notstandshilfe (oder Arbeitslosengeld) bezogen werden. Achtung, wer nur vorübergehend und nicht auf unbestimmte Zeit geringfügig beschäftigt ist, sollte darauf achten, nicht nur die pro Monat, sondern auch die pro Tag bestehende Grenze nicht zu überschreiten. Diese wird ebenfalls jährlich angepasst (Auskunft z.B. auf der AK-Website), am besten vorher mit der Firma abklären.

Wer geringfügig beschäftigt ist, ist nicht automatisch kranken- und pensionsversichert (es besteht nur eine Unfallversicherung), wer arbeitslos gemeldet ist und eine AMS-Leistung bekommt, erhält diese Leistungen aber sowieso.

Eine freiwillige "volle" Kranken- und Pensionsversicherung für einen Betrag von ca. 50 Euro pro Monat ist aber möglich. Dieser Betrag wird so wie die Geringfügigkeitsgrenze jedes Jahr etwas erhöht, Näheres bei der Gebietskrankenkasse des jeweiligen Bundeslandes bzw. Wohnortes (in Wien www.wgkk.at). Das ist dann sinnvoll, wenn entweder aus irgendeinem Grund kein Anspruch auf einen AMS-Bezug besteht, oder aber Sie sich freiwillig abgemeldet haben - zum Beispiel, weil das AMS sehr lästig mit Kursen oder anderen Dingen wird, und es zumindest vorläufig finanziell auch so geht. Wenn z.B. ein privates Vorhaben, dem das AMS sonst in die Quere gekommen wäre, länger als 6 Wochen dauert, dann sollte bei Bestehen eines geringfügigen Dienstverhältnisses für eine lückenlose Krankenversicherung am besten kurz vor Ablauf dieser Frist ein Antrag auf Selbstversicherung gestellt werden (in einer Filiale der zuständigen Gebietskrankenkasse).

Ein Nachteil von geringfügiger Beschäftigung ist, dass das AMS darauf nicht Rücksicht nehmen muss und einen etwa in einen Kurs schicken kann, der von der Zeit her mit einem solchen Dienstverhältnis kollidiert. Viele Trainer/innen in den Kursen sollen aber auf Anfrage hin recht kooperativ sein und ein Fernbleiben in der entsprechenden Zeit tolerieren (ohne Gewähr!).


Teilzeitarbeit

Jede angemeldete Arbeit, die über der Geringfügigkeitsgrenze entlohnt wird, bedeutet automatisch das Ende des AMS-Bezuges. Auch wenn diese nur kurz besteht, reicht es aus, dass pro Monat eine Bezahlung über der Grenze vereinbart oder ausbezahlt wurde. Eine Abmeldung über das Internet - www.ams.at, Checkout, oder telefonisch, reicht üblicherweise aus. Wer das nicht oder verspätet machen sollte, wird früher oder später eine Rückforderung erhalten. Es entsteht aber auch automatisch eine Krankenversicherung bzw. bei selbstständigen Tätigkeiten je nach Umfang die Pflicht, sich selbst zu dieser anzumelden.

Einen finanziellen Vorteil gegenüber der Arbeitslosigkeit bringen natürlich nur Tätigkeiten, die über dem AMS-Bezug plus etwaiger Reisekosten liegen. Trotzdem kann es überlegenswert sein, eine schlecht bezahlte oder nur befristet bestehende Teilzeitarbeit anzunehmen, um sich dadurch etwa den Besuch eines Kurses oder unangenehme Berater oder -innen zu ersparen und sogar möglicherweise etwas Produktives zu machen.

Auch wenn das Einkommen maximal gleich hoch oder geringer ist, ist eine Teilzeitarbeit überlegenswert, wenn es eine "freundliche, glückliche Tätigkeit" ist, und das Geld zumindest vorübergehend trotzdem ausreicht, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Was bringt schon ein Spitzeneinkommen, wenn man im Morgengrauen hingeht, bei Dunkelheit zurückkommt, das Gefühl hat, zu viel Zeit "dort" zu verbringen und häufig negativen Stress erlebt? Angeblich wäre es ja am besten, wenn alle ca. 25 Stunden pro Woche einer Erwerbsarbeit nachgehen würden - die Wirtschaft (und wohl die Gesellschaft allgemein) ist da leider anderer Ansicht, da sind auch 40 Stunden noch zu wenig.

Häufig wenden sich entsprechende Angebote eher an Frauen (wie etwa Bürotätigkeiten), laut Gesetz müsste jede Stelle geschlechtsneutral ausgeschrieben werden. Prinzipiell sind auch für Männer welche zu finden.

Dauert das Arbeitsverhältnis weniger als 28 Wochen, so wird dies als "Unterbrechung" des AMS-Bezuges gewertet und man erhält grundsätzlich wieder die gleiche Leistung wie zuvor. Dauert es länger, so steigt man danach wieder neu mit einem neu berechneten Arbeitslosengeld beim Arbeitsmarktservice ein. War die Entlohnung eher gering, so wirkt sich das auch auf das Arbeitslosengeld aus, beispielsweise können aus zuvor 650 Euro leicht etwa 500 werden.


Call Center

"Call Center Agents" (Telefonisten und -innen, häufig in Großraumbüros um für verschiedene Auskünfte und Anfragen zur Verfügung zu stehen oder auch selber Anrufe zu tätigen) werden recht häufig massenhaft aufgenommen, es ist übrigens längst nicht mehr nur ein typischer Frauenberuf. Der Vorteil ist auch, dass außer halbwegs guter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit und grundlegenden Computer-Kenntnissen oft nicht viel verlangt wird, auch wird eher selten eine bestimmte Berufspraxis verlangt. Auch Teilzeitstellen sind relativ leicht zu bekommen. Der Haken an der Sache ist aber, dass es natürlich sehr anstrengend sein kann, wenn 10 und mehr Leute pro Stunde etwas von einem wollen und dabei nicht selten wegen eines technischen oder sonstigen Problems ziemlich gereizt sind. Viele Call Center-Mitarbeiter/innen schmeißen deshalb nach längstens etwa 2 Jahren alles hin und sehen sich nach etwas Besserem um - das ist vielleicht auch der Grund, warum in Anzeigen ständig mehrere Call Center Agents gesucht werden.

Die Bezahlung kann recht unterschiedlich sein, zunehmend sind auch freie Dienstverträge und dergleichen üblich. Wer gerne den ganzen Tag telefoniert (und dabei in einem Computerprogramm "Trouble Tickets" verwaltet), sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt und auch einige Beleidigungen einstecken kann (oder weiß, damit umzugehen bzw. diese an einem abprallen zu lassen), kann es aber einmal probieren. Vorsicht ist aber geboten, falls man dort sogenannte "Cold Calls" tätigen soll, also Personen ohne deren Wunsch anrufen, zu denen noch keine Geschäftsbeziehung besteht. Das entspricht nämlich dem Versand vom Spam per E-Mail, und "ernsthafte" Firmen sollten sich dementsprechend davon fernhalten.


Selbstständig machen

Sich selbstständig machen klingt zunächst verführerisch - keine genau vorgegebenen Arbeitszeiten, -orte und Tätigkeiten, keine Vorgesetzten und Urlaub wann immer man will. Der Nachteil ist aber, dass damit im Gegensatz zu unselbstständiger Beschäftigung praktisch nur Pflichten und keine Rechte verbunden sind, und die Höhe des Einkommens eher unsicher sein kann.

Bei der "klassischen Firmengründung", egal ob als GmbH, sonstige Kapitalgesellschaft oder Einpersonen-Einzelunternehmen - wird vielfach berichtet, dass sehr viel Arbeitseinsatz und auch ausreichend Kapital bzw. Risikobereitschaft nötig ist, so dass dann erst ein typischer Workaholic-Job draus wird. Zumindest gibt es aber mit Anfang 2009 Regelungen zu einer möglichen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige, schon davon gab es die Möglichkeit, sich vor Ablauf von 3 Jahren (heute 5 Jahren) Unterbrechung wieder arbeitslos zu melden und so wieder einen Anspruch auf AMS-Leistungen zu haben. Außerdem gibt es die Möglichkeit der Mindestsicherung, wenn kein AMS-Anspruch besteht.

Das AMS sieht selbstständig machen und Firmengründungen recht gern und vergibt, sofern man einen guten Geschäftsplan vorlegen kann, teilweise auch entsprechende Förderungen, schließlich wird man Arbeitslose leicht los, wenn sich diese selbst eine Arbeit schaffen wenn es keine gibt. Es gibt die Möglichkeit, bei Erfolglosigkeit innerhalb einer gewissen Zeit trotz fehlender Arbeitslosenversicherung wieder in den AMS-Bezug zurück zu kehren - nähere Auskünfe gibt das AMS. Wer ernsthaft eine Firma gründen will, kann sich auch an die Wirtschaftskammer wenden.

Selbstständig machen kann aber auch bedeuten, sich im Internet oder sonst wo nach Auftragsarbeiten umzusehen (nicht unbedingt nur im Umfeld des Web 2.0-Hypes), wo es dann je nach Umfang des Auftrages oder nach Vereinbarung eine Bezahlung gibt. Eine Möglichkeit ist bei entsprechendem Talent das Schreiben von Artikeln oder Programmieren, oder, was jedoch eine Wissenschaft für sich ist, das "Self Publishing" von Büchern. Dies lässt sich auch mit einem unselbstständigen, geringfügigen oder Teilzeit-Job kombinieren, wobei man dann, ohne vom AMS abhängig zu sein, ein selbst geschaffenes "Grundeinkommen" hat, und die Möglichkeit, dieses nach Lust, Laune und Bedarf aufzubessern. Auch hier kann es aber zu einer Einkommensteuerpflicht kommen (bei Bedarf beim Finanzamt recherchieren).

Wer ausschließlich selbstständig tätig ist und eine Krankenversicherung will, muss sich in Österreich selbst bei der SVA anmelden. Bei einem Einkommen ab ca. 6500 Euro pro Jahr (genauer Betrag ändert sich jährlich) besteht Versicherungspflicht, der Mindestbeitrag inkl. Pensionsbeiträgen liegt bei ca. 150 Euro pro Monat. Es kann auch bei geringerem Einkommen erklärt werden, diese Grenze "voraussichtlich zu überschreiten", um auf jeden Fall in der Sozialversicherung zu sein. Ersparnisse zum Bezahlen der Beiträge sind dann natürlich Voraussetzung. Im folgenden Jahr muss eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben werden (Formular E1, auch online), wobei erst bei einem deutlich höheren als dem Mindestbetrag tatsächlich Einkommenssteuerpflicht besteht. Dies ist aber auf jeden Fall Voraussetzung, um bei der SVA sein zu können.

Besteht gleichzeitig eine unselbstständige Beschäftigung, liegt die Grenze der Versicherungspflicht bei der Geringfügigkeitsgrenze (gesamtes Einkommen ca. 4900 Euro pro Jahr). Wer ein Einkommen unter dieser Grenze hat und "ein bisschen Geld" selbstständig dazuverdient, kann sich bei Überschreitung der Jahresgrenze immer noch im Dezember bei der SVA anmelden. Ansonsten geschieht dies rückwirkend und automatisch, und es wird ein Zuschlag verrechnet.

Die Bearbeitung des Antrages kann ungefähr 1 Monat dauern, es sollte dann von der SVA ein Willkommensbrief zugeschickt werden. Viele Tätigkeiten "von zuhause aus" fallen unter den Begriff "Neue Selbstständige", wofür keine Gewerbeanmeldung notwendig ist (je nach genauer Tätigkeit bei SVA, Finanzamt oder sonstigen Behörden zu recherchieren).


Ehrenamtliche Arbeit

Arbeit mit gemeinnützigem Charakter findet sich häufig im sozialen Bereich, aber beispielsweise auch bei den verschiedensten Vereinen. Da sie nicht bezahlt wird, oder es höchstens geringe Sachleistungen gibt, finden sich entsprechende Tätigkeiten mitunter auch leichter als ein herkömmliches Dienstverhältnis. Der Vorteil ist, dass man einerseits "unter die Leute kommt" und das Gefühl hat, (wieder) gebraucht zu werden, andererseits können sich solche Tätigkeiten auch durchaus gut im Lebenslauf machen. Es kann auch interessant sein, einfach etwas auszuprobieren, zu verlieren gibt es ja nichts. Natürlich kann man sich auch im privaten Umfeld selbst solche Tätigkeiten schaffen und etwa Freunden (oder z.B. Bekannten aus Kursen) bei verschiedenen Dingen behilflich sein. Unter http://www.freiwilligenweb.at/ gibt es eine Übersicht von ehrenamtlichen Arbeitsmöglichkeiten in Österreich.


Schwarzarbeit, Pfuschen gehen

Ist natürlich schwer illegal und kann einem ziemlichen Ärger einbringen, z.B. auch wen ein Arbeitsunfall passieren sollte. Natürlich ist nicht jede "Nachbarschaftshilfe" unbedingt verboten. Gängigen Medienberichten und Umfragen nach ist "Pfuschen gehen" aber jedenfalls durchaus weit verbreitet und auch sozial akzeptiert - beim Kauf von z.B. Baumaterial wird ja zumindest Mehrwertsteuer bezahlt.


Freiwillig Kurse besuchen / Weiterbildung

Hier kann das AMS Probleme machen, wenn es davon erfährt, da dies mitunter als "nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen" gewertet wird, selbst bei Abendkursen. Aber wie wäre es damit, z.B. einen schon immer geplanten Sprachkurs zu besuchen? Auch im Internet gibt es, nicht nur beim eher theoretisch orientierten Wikipedia, zahlreiche frei zugängliche Bildungsmöglichkeiten.


Studieren

Dies ist mit finanzieller Unterstützung möglich, wenn man arbeitslos ist, aber zuvor schon mindestens 4 Jahre gearbeitet hat. AMS-Leistungen beziehen und studieren gleichzeitig war bisher grundsätzlich nicht möglich, auch hier wurden aber 2008 die Regelungen gelockert. Ebenso wurden die Studiengebühren (Studienbeitrag) im Umfeld der Nationalratswahlen 2008 in der Praxis weitgehend abgeschafft.

Wer mindestens 4 Jahre und zu einem Einkommen von mindestens 7272 Euro jährlich gearbeitet hat, kann ein sogenanntes Selbsterhalterstipendium beantragen.
(Quelle: http://www.stipendium.at/stbh/studienfoerderung/infoblaette/selbsterhalterstipendium/)



Geld verdienen im Internet

Es ist tatsächlich möglich, von zu Hause aus über das Internet Geld zu verdienen, allerdings lauern hier sehr viele unseriöse Angebote. Im günstigstens Fall kommt eben kein nennenswerter Verdienst herein, im schlimmsten Fall ist selbst investiertes Geld einfach weg. Trotzdem gibt es, nicht auf den ersten Blick zu finden aber doch, seriöse und nennenswerte Verdienstmöglichkeiten von zuhause aus im Internet.

Eine Möglichkeit ist etwa, eine Website mit halbwegs attraktivem bzw. kommerziell verwertbaren Inhalt zu erstellen, dafür zu sorgen dass diese gut besucht wird und dann für das Schalten von Werbung auf dieser Provisionen zu bekommen - oder auch für die Vermittlung von Verkäufen wie etwas von Büchern oder DVDs. Ich habe das selbst einmal mit einer Homepage nach dem "Sex sells"-Prinzip versucht, und von einem Werbevermittler innerhalb eines Jahres (!) insgesamt ungefähr 30 (dreißig!) Euro bekommen, also nicht einmal ein "Nebeneinkommen", sondern bestenfalls ein "Trinkgeld". Obwohl dieser als seriös einzustufen war und keine unrealistischen Versprechungen wie "locker 500 Euro pro Monat" gemacht hat, so war das Problem eben, genügend Besucher/innen anzulocken und auch noch dazu zu bringen, ohne (verbotene) direkte Aufforderung auf die Werbung zu klicken. Die Klickraten bei Werbebannern liegen typischerweise nur bei 1-2%, Werbung im Internet soll aber auch trotz Werbefiltern, wenn man es richtig macht, immer noch ein recht gutes Geschäft sein.

Prinzipiell ist auch ein viel höheres Einkommen möglich, aber hier gelten wohl die Regeln der Selbstständigkeit - Erfolg nur mit hohem Arbeitseinsatz oder Glück. Der massenhafte Versand von E-Mails zu Werbezwecken (Spam) ist aber in der Regel illegal (und wird von vielen natürlich als äußerst lästig empfunden).

Viele Angebote basieren auf einem aus mehreren Ebenen bestehenden Provisionssystem (referrals) - um nicht zu einem völlig unseriösen "Pyramidensystem" zu werden, ist dieses oft auf z.B. 5 Ebenen beschränkt.

Andere Angebote, wie etwa "Geld verdienen durch Surfen" (durch Installation einer Software, die Werbebanner einblendet und bei Registrierung von regelmäßigen Mausbewegungen die Zeit gutschreibt) oder "Geld verdienen durch E-Mails lesen" kann man durchwegs als unseriös einstufen, auch wenn manche berichten, tatsächlich Geld bekommen zu haben. Auch ich habe so etwas vor Jahren einmal ausprobiert - der Verdienst laut erster Monatsabrechnung war im Groschenbereich und somit weit unter dem Mindestauszahlungsbetrag, der Anbieter dürfte dann irgendwann spurlos verschwunden sein. Bei solchen Systemen ist oft auch die maximal angerechnete Zeit pro Tag beschränkt, und der tatsächliche Verdienst kann nach einem undurchsichtigen Punktesystem und nicht nach einem Stundensatz berechnet werden.


Lotto spielen, Glücksspiele

Würde ich ein paar 100000 Euro bei einem Glücksspiel gewinnen, so könnte ich mir sofort meine Lebensträume im Bezug auf Wohnen und Reiseziele erfüllen und müsste mir auch keine Sorgen über meinen zukünftigen Lebensunterhalt mehr machen. Ich würde von den Zinsen leben und aus einem Hobby wie z.B. Schreiben oder Fotografieren eine berufliche Tätigkeit machen, wo ich nicht viel investieren muss und es ziemlich egal ist, ob diese finanziell erfolgreich ist oder nicht.

In der Realität ist die Chance aber eben größer, dass ich auf der Straße angesprochen werde, ob ich nicht für 500000 Euro in einem Film mitspielen will. Statt Lotto zu spielen, könnte man genauso aber auch beten, auf ein Wunder hoffen oder sich ein "Wunsch ans Universum"-Buch kaufen.

Einmal ehrlich - Rubbellose kaufen, Lotto oder auch im Internet Roulette spielen ist reine Geldverschwendung und wird ja auch "Deppensteuer" genannt. Wer unbedingt will, kann ja bei guter Laune ein paar Euro investieren, aber eine realistische Möglichkeit zu Geld zu kommen ist es sicher nicht. Wer das glaubt, ist in ähnlicher Gefahr wie jene, die nicht mit Alkohol umgehen können. Bei der Klassenlotterie etwa gewinnen wirklich 2 von 3 Losen - die meisten aber natürlich nur den Einsatz zurück. Achtung, in letzter Zeit werben wenig seriöse "Spielgemeinschaften" um Mitglieder - wenn schon, dann sollte man selbst eine solche gründen.


Wer eine Arbeit hat

denkt nicht selten daran, diese aus diversen Gründen so bald wie möglich wieder hinzuschmeißen. Ich habe jetzt keine aktuelle Umfrage zur Hand, aber sehr viele Leute, zumindst in Österreich, sind mit ihrem Job nicht glücklich - wohl eben aus den bekannten Gründen wie Arbeitsbeginn, Arbeitszeit/Überstunden, Anfahrtsweg oder Betriebsklima.

Laut einer Umfrage von "karriere.at" aus dem Jahr 2005/2006 wollen "78% der Befragten ihr Privatleben nicht für eine berufliche Veränderung aufs Spiel setzen". 54% sind zumindest gelegentlich mit ihrer beruflichen Tätigkeit unzufrieden, und 31% durchwegs und denken "häufig über eine Veränderung nach", nur 15% bezeichnen sich als glücklich bzw. zufrieden mit ihrem Job. Zwar würden 70% aus beruflichen Gründen ihren Wohnort wechseln, vielleicht als reflexartige Antwort auf die Standardfrage "Sind Sie mobil?", aber nur 12% auch mit Kindern.

Es gibt allerdings Möglichkeiten, den daraus entstehenden Frust und die "Tristesse" zu vermindern - ich habe etwa probiert, auch während der Woche und nicht nur am Wochenende etwas zu unternehmen. Ein freiwillig besuchter Kurs (z.B. Fremdsprachen) kann eventuell auch ein guter Grund sein, nicht länger bleiben zu können.

Letztlich bleibt aber nur ein "alles hinschmeißen" und kündigen, wenn es einfach nicht mehr geht - spätestens, wenn ständig das Gefühl von Magengeschwüren da ist oder es einfach nicht geht, sich an das frühe Aufstehen zu gewöhnen. Oft kommen einem die Firmen natürlich zuvor, wenn das Arbeitsklima einfach nicht passt.

Achtung, bei Selbstkündigung gibt es grundsätzlich eine Sperre des Arbeitslosengeldes von 4 Wochen (eine Kranken-, nicht aber eine Pensionsversicherung besteht aber, Quelle: http://www.ams.at/neu/2818.htm), also nach Möglichkeit vermeiden. Bei einer einvernehmlichen Kündigung ist dies aber nicht der Fall. Eine Sperrfrist kann auch bei einer Selbstkündigung in der Probezeit verhängt werden (früher hat es nur den Grund "Auflösung in der Probezeit" gegeben, egal von wem), nach Möglichkeit ist es dann besser, sich krank zu melden (schlechtes Arbeitsklima kann ja dazu führen, dass man sich krank fühlt) und auf eine Kündigung durch die Firma zu hoffen.

Bei wichtigen Umständen (z.B. sexuelle Belästigung, auch schon durch Kommentare, es wird längere Zeit kein Gehalt ausgezahlt, Überstunden werden verlangt und nicht bezahlt, gesetzteswidrige Zustände in der Firma etc.) kann aber bei einer Selbstkündigung von der Sperrfrist abgesehen werden. Das könnten aber auch gute Gründe für einen laut Gesetz vorgesehenen (berechtigten) "Austritt" sein, der ohne Kündigungsfrist möglich ist. Bei einem unberechtigten vorzeitigen Austritt ohne derartigen Gründe kann es möglicherweise sogar zu Schadenersatzforderungen der Firma kommen, was aber in der Praxis selten vorkommen soll. Das Gegenteil wäre eine (fristlose) Entlassung, wenn z.B. jemand beim Diebstahl in der Firma ertappt wird oder den Chef beschimpft hat. Auch hier kann es vorkommen, dass jemand unberechtigterweise fristlos entlassen wird, dann (über die Arbeiterkammer oder eventuell private Klagen) Recht bekommt und dann nicht nur keine Sperrfrist beim AMS hat, sondern auch eine Entschädigung bekommt.

Ein guter Zeitpunkt für den Gang zum AMS ist in den letzten Tagen vor dem offiziellen Ende des Dienstverhältnisses, spätestens am ersten Tag danach, da sonst für die Zeit bis zur Geltendmachung (persönliche Stellung eines Antrages) kein Geld bezahlt wird. In den ersten 3-6 Monaten beim AMS sollte das Klima dort jedenfalls eher ruhig und auch eher frei von Kursen sein, sofern es der erste AMS-Besuch nach langer Zeit oder überhaupt ist.

Wer noch nie vorher bei einer Firma gearbeitet hat - unbedingt 28 Wochen durchhalten (vor dem 25. Geburtstag 26 Wochen innerhalb des letzten Jahres vor der Antragstellung), wenn es irgendwie geht. Ansonsten gibt es aber noch die Möglichkeit der Mindestsicherung (vormals Sozialhilfe), wenn kein Anspruch auf eine AMS-Leistung bestehen sollte.

Mittwoch, 15. August 2007

Begriffe in Anzeigen

flexibel, dynamisch, Allround-Kraft - kann bedeuten, dass man "jeden Dreck" machen muss, auch Dinge die mit dem eigentlichen Beruf kaum etwas zu tun haben; ist aber auch als Füllwort sehr beliebt

belastbar, einsatzbereit, Einsatzfreude, Stressresistenz, flexible Arbeitszeiten - regelmäßige Überstunden die mitunter nicht einmal ausbezahlt werden, eventuell Wochenend- und Nachtarbeit; kann auch auf ein allgemein angespanntes Arbeitsklima hindeuten

leistungsgerechte Entlohnung, überdurchschnittliche Bezahlung - schlecht bezahlt, womöglich nur das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag

junges (dynamisches) Team - kann bedeuten, dass die Firma erst gegründet wurde und vieles noch nicht so recht funktioniert

teamfähig - ist ein übliches Füllwort in Anzeigen, bedeutet aber tatsächlich, dass man sich bei der Arbeit öfters mit anderen absprechen muss

zuverlässig, verlässlich, genau - beliebte Füllworte in Anzeigen, denn was soll eine Firma mit nicht zuverlässigem Personal? Kann aber auch auf eine Arbeit hindeuten, bei der häufig zB der Umgang mit Zahlen in langen Listen nötig ist.

pünktlich - ein reines Füllwort in Anzeigen, sind feste Arbeitsbeginne vorgegeben, so wird es ansonsten sowieso zu Problemen kommen

Kundenorientiert - hier dürfte es tatsächlich hautpsächlich um Telefonieren, Verkauf oder Außendienst gehen

gepflegt - häufiges Füllwort, wenn es z.B. um Verkaufstätigkeiten geht, kann etwa auch bei Empfangs- oder Sicherheits-Tätigkeiten verwendet werden

lernwillig, Bereitschaft zur Weiterbildung, umfangreiche Einschulung - Die Firma möchte jemand, der 1000 Sachen auf einmal machen kann. Wird man zu Kursen geschickt, so können bei Kündigung vor einer gewissen Zeit womöglich die Kosten teilweise zurück verlangt werden - auf entsprechende Klauseln in einem etwaigen Dienstvertrag achten.

setzen wir voraus, mehrjährige Berufspraxis - Auch wer einen Teil der geforderten Voraussetzungen nur schlecht erfüllt, kann sich bewerben. Wenn aber z.B. bestimmte Sprachkenntnisse verlangt werden dann ist es natürlich eher sinnlos sich zu bewerben wenn man die Sprache nicht oder nur sehr bruchstückhaft kann. Ebenso kann es schwierig werden, wenn (wie leider häufig) eine Mindestanzahl von Jahren Berufserfahrung in einem bestimmten Bereich verlangt werden, bei "mehrjährig" oder "langjährig" kann man von mindestens 3-5 Jahren ausgehen.

von Vorteil, idealerweise - Es wäre natürlich auch gut diese Angaben erfüllen zu können, hier kann man fehlende Kenntnisse aber womöglich besser schönreden und sich dann später nach und nach aneignen.

"leichte Nebentätigkeit", "von zu Hause aus", "Werden Sie Ihr eigener Chef" - Vorsicht, dahinter stecken oft unseriöse Angebote

Branchenverzeichnis, Initiativbewerbungen, "Blindbewerbungen"

Bei "Blindbewerbungen" (auch bekannt als Initiativ- oder Spontan-Bewerbung) an Firmen, die von der Branche bzw. dort möglicherweise zu vergebenden Stellen her ungefähr passen könnten, ist es empfehlenswert, kurz auf die entsprechende Homepage zu schauen, ob die Firma tatsächlich etwas für einen sein könnte.

Firmen-Homepages lassen sich grunsätzlich einteilen in "Hochglanz-Sites" wo zumindest teilweise eher nur schöngefärbtes Bla Bla verkündet wird, solche von "netten kleinen Firmen" die sich von der Aufmachung her zum Teil auch an Privatpersonen wenden und solche, die wie eine private Homepage aussehen.

Eine GmbH oder AG ist auch üblicherweise größer als etwa eine KEG, OEG oder Einpersonen-Gesellschaft (in der Regel nur ein Vor- und Familienname als genaue bzw. offizielle Firmenbezeichnung), welche oft nur wenige bis keine Mitarbeiter/innen anstellen. Achtung, der Markenname bzw. Werbename kann sich von der offiziell eingetragenen Firmenbezeichnung unterscheiden.

Viele Firmen die nur mit einer e-mail-Adresse name @ firmenname .at im Branchenverzeichnis stehen, sind unter www. firmenname .at auch im WWW erreichbar. Ist überhaupt nur ein Firmenname und eine Postadresse aufgeführt, so kann auch eine Suche bei Google helfen.

Zumindest laut mehrerer Aussagen in diversen Kursen wird der Großteil der offenen Stellen nicht ausgeschrieben, sondern die Firmen warten, bis sich jemand "blind" bewirbt oder die Stellen werden intern oder durch "weiter erzählen" bzw. "Freunderlwirtschaft" besetzt (so genannter "versteckter Arbeitsmarkt").

Während es bei einer ausgeschriebenen Stelle oft reines Glück ist unter einer Vielzahl von Bewerber/innen (teilweise an die 50-200) genommen zu werden, gehört bei Blindbewerbungen genauso etwas Glück und Ausdauer dazu, eine Firma zu finden die gerade Personal sucht.

Herold - Gelbe Seiten (erweiterte Suche nach Branchen möglich)

Compnet (Firmen-Datenbank)

Wirtschaftskammer (Firmen A-Z)

Personal-Agenturen, Personal-Bereitstellung bzw. -leasing

Hier muss grundsätzlich zwischen zwei Arten dieser Agenturen unterschieden werden:

Personalberatungen bzw. Personal-Auswahl-Agenturen

Diese suchen im Auftrag einer Firma in Frage kommende Bewerber/innen für eine unbefristete bzw. langfristig angelegte Stelle aus, da die betreffende Firma das für effizienter hält als selbst alle Bewerbungen durchzugehen. Es ist nicht üblich, dass Bewerber/innen Honorare verrechnet werden. Sie können mitunter recht unangenehme Fragen stellen bzw. Vorstellungsgespräche zu wahren "Verhören" werden lassen, einige sind aber durchaus auch freundlicher. Oft inserieren die gleichen paar Agenturen immer wieder mit konkreten Stellenangeboten in den gängigen Zeitungen bzw. Internet-Stellenbörsen. Tätig sind in diesem Bereich etwa (beruhend auf rein persönlichen Erfahrungen):

- Dr. Rantasa - durchaus freundlich
- Consent - freundlich
- Iventa - eher unangenehm
- Ing. Ernst Steiner - recht freundlich, auf EDV und Technik spezialisiert


Personal-Bereitstellungen bzw. Zeitarbeit oder "Personal-Leasing"

Das Konzept dieser Firmen ist, für zeitlich begrenzte bzw. gelegentliche Einsätze Personal zur Verfügung zu stellen. Dazu wird dieses arbeitsrechtlich bei der Personabereitstellungs-Firma angestellt und wie eine Ware bzw. Dienstleistung an eine andere Firma "vermietet", um dort zu arbeiten - dies ist für diese günstiger bzw. einfacher, als selbst Personal zu suchen und anzustellen und wohl auch eine legale Alternative, anstatt jemand das Geld schwarz bar auf die Hand zu zahlen.

Die Dauer der Arbeitsverhältnisse kann typischerweise von einem Tag bis zu einigen Monaten betragen, einige Leiharbeits-Firmen stellen ihr Personal auch wenn es gerade keinen Auftrag gibt durchgehend an, während bei anderen nur eine Anstellung für die Dauer des Einsatzes üblich ist. Es kann relativ leicht sein, auf diese Weise Arbeit zu bekommen, auch die Vorstellungsgespräche laufen typischerweise unkomplizierter ab. Auf eine ausführliche Aufzählung solcher Agenturen verzichte ich hier erst einmal da sie sowieso auch im Branchen-Verzeichnis zu finden sind, bekannte Firmen in diesem Bereich ist aber z.B. Manpower oder Powerserv.

Sollte jemand konkrete gute oder schlechte Erfahrungen mit einer bestimmten Personalbereitstellung gemacht haben, so kann ich diese aber gern hier veröffentlichen (bitte genau bei den Tatsachen bleiben, da es sonst möglicherweise als üble Nachrede ausgelegt werden kann).

Recht viele Agenturen sind aber auch in beiden Bereichen tätig, allgemein wird der Bereich auch "Private Arbeitsvermittlung" genannt.

Inserate von Firmen bzw. konkrete Stellenangebote

Hier wird eine konkrete offene Stelle angeboten. Der Nachteil ist, dass sich mitunter viele Leute um eine einzige zu besetzende Position bewerben, gängige Zahlen liegen oft im Bereich von 5-100 und teilweise mehr. Trotzdem kann es interessant sein, überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, allein schon als Redeübung oder "Firmen-Besichtigung".

Es kann auch sein, dass eine Bewerbung tatsächlich in Evidenz gehalten und später wieder darauf zurück gekommen wird. Ein gewisser Anteil der ausgeschriebenen Stellen wird über eine vorgeschaltete Personal-Agentur vergeben. Achtung, unter Rubriken wie "Teilzeitjobs", "Sonstiges Personal" oder "Diverses" finden sich oft sehr viele unseriös wirkende Angebote.

Jobmedia (entspricht den Anzeigen in der gedruckten Kurier-Ausgabe)

Jobkralle Eine "Portalseite", die die Angebote mehrere Jobangebote-Seiten zusammenfasst, wird regelmäßig aktualisiert

Jobfinder (teilweise interessante Stellen neben einigen mit hohen Anforderungen)

AMS (eJob-Room, am besten "ohne Konto suchen")

Jobpilot (eher "akademisch")

Der Standard (eher "akademisch")

Samstag, 11. August 2007

Zwangs-Kurse, AMS-Schulungen

Allgemein

Wer vom AMS eine Leistung bezieht, wird früher oder später mit der Zuweisung zu einem Kurs konfrontiert werden. Es soll angeblich eine Richtlinie geben, wonach etwa jedes halbe Jahr, nach manchen Berichten teilweise sogar alle 3 Monate und nach meinen Erfahrungen etwa 1-3 Mal pro Jahr ein allgemeiner "arbeitsmarktpolitischer" Kurs vorgesehen ist, häufig auch "Maßnahme" genannt.

Grundsätzlich erst einmal freundlich, ruhig und kooperativ bleiben. Oft sind dies allgemeine "Bewerbungskurse", teilweise kommen in diesen aber auch diverse grundlegende Fachinhalte vor (häufig etwa Deutsch als Fremdsprache oder einfache Computer-Kenntnisse). Die Kurse selbst sind zumindest manchmal nur "halb so schlimm", man trifft auch nette Leute und erfährt mitunter sogar das eine oder andere Wissenswerte. Die Trainerinnen oder auch Trainer (die Geschlechterverteilung dürfte heute eher ausgewogen sein) sind meist selbstständig auf Honorarbasis tätig und größtenteils recht freundlich bzw. erträglich, manche aber auch zumindest zeitweise etwas schwierig.

Prinzipiell sind diese Kurse aber großteils eher sinnlos bzw. eine politisch motivierte Zwangsmaßnahme - wer einen Kurs besucht, gilt nicht als arbeitslos. Oft ist es auch einfach nur ein "Zeit absitzen", bzw. soll man sich mittels Zeitungen und Computer dort einen Job suchen. Vorkenntnisse werden bei der Zuweisung üblicherweise nicht oder nur wenig berücksichtigt - Medienberichte wie "Englischkurs für Manager" gab es in letzter Zeit doch einige. Eine seitens des AMS geäußerte Begründung für diese Kurse ist auch "einfach in Ruhe beziehen gibt es bei uns nicht", ob die Kurse auch tatsächlich den beabsichtigen Zweck erfüllen, scheint nebensächlich zu sein.

Die Grundaussage eines solchen Kurses kann auch sein dass alles nebensächlich ist, Hauptsache man hat so schnell wie möglich wieder irgendeinen Job, auch wenn dieser noch so unattraktiv ist. Dies wird manchmal sogar offen zugegeben (Quelle: http://www.soned.at/70853b4cafa70cba0c362dfafbc94b3e.html). Wirkliche "Gehirnwäsche" ist es aber nicht unbedingt, auch wenn es Berichte von anderen in dieser Art gibt.

Üblich sind auch "Gruppenspiele" bzw. in einer Gruppe zu erledigende "Arbeitsaufgaben", beispielsweise die Lösung von Rätselaufgaben wie "Wem gehört der Fisch?" oder Berichten zu Folge ein gewisses "Flugzeug-Spiel". Es gehört schon ein bisschen Gefühl dazu das zu sagen, was die Leute hören wollen. Ich hielt es für die beste Lösung, so wenig wie möglich zu sagen wenn man nicht gefragt wird und schon gar nicht "dagegen zu reden", es sein denn es ist eine wirklich höflich gesagte und konstruktive Wortmeldung. Unaufgefordertes Mitschreiben auf Zettel, die dann sowieso oft wenig später im Altpapier landen, kann auch einen guten Eindruck machen.

Wer hingegen freiwillig in einen bestimmten Kurs gehen möchte, sollte sich dafür gute Argumente überlegen, da diese oft nicht so leicht vergeben werden. Wer einen Kursbesuch verweigert, gilt als arbeitsunwillig (was eine Bezugssperre von mindestens 6 Wochen zur Folge hat), außerdem gilt jeder Tag des Kurses als Kontrolltermin, dessen Versäumen auch eine Leistungseinstellung nach sich ziehen kann.

Ein Fernbleiben vom Kurs ohne Konsequenzen ist üblicherweise nur mit einer Zeitbestätigung (bei Arzt- oder Behörden-Besuchen) oder einer Krankmeldung möglich, auch sollte dies möglichst rechtzeitig vorher persönlich oder telefonisch angekündigt werden. Eine Zeitbestätigung bei Vorstellungsgesprächen wird meist als kontraproduktiv angesehen, hier muss man vorher aber rechtzeitig bekannt geben, zu welcher Firma man geht. Sofern dies am Anfang nicht gesagt wird, vorher im Kurs fragen, wie dies gehandhabt wird.

Prinzipiell gibt es bei Zuweisung zu einem Kurs 3 Möglichkeiten - entweder hingehen, krank oder aus einem anderen wichtigen Grund verhindert sein, oder sich vom AMS abmelden (was einem natürlich jederzeit freisteht, wie dann die finanzielle Lage aussieht, ist eine andere Sache). Bei Verweigerung eines Kurses, oder wenn jemand kommentarlos gar nicht erst hingeht, ist eine Bezugssperre für mindestens 6 Wochen vorgesehen. Daher wäre es in diesem Fall eher sinnvoller, sich kurz vor Beginn des Kurses selbst abzumelden - siehe auch "Abmeldung vom AMS".

Achtung, es gibt auch Kurse, die rechtlich als Arbeitsverhältnis geführt werden (siehe zum Beispiel "Trendwerk") - aus diesen kann ein Ausstieg dann eventuell schwieriger sein.


Bekannte Kursformen

Der Umfang der Kurse kann recht unterschiedlich sein, meist dauern sie insgesamt einige Wochen, in einigen Fällen aber auch einige Monate. Von einem halben Tag pro Woche bis zu täglich außer Samstag, Sonntag und Feiertag ist alles möglich. Mir sind folgende Kursformen bekannt:

* Bewerbungsbüro (ca. 4 Wochen, etwa 4 Stunden an 2 Tagen pro Woche) - dies ist eine "kleine" Version des Resourcenpools

* Resourcenpool (8 oder eventuell 12 Wochen, Mo-Fr vor- und nachmittag, Fr vormittag) - Es geht darum, eine möglichst große Anzahl von "Blindbewerbungen" zu versenden. Gibt es soweit ich gehört habe nicht mehr.

* Jobcoaching (5 Wochen, in den ersten beiden nur je ein "Einzelgespräch" von ca. einer halben Stunde, anschließend an 4 Tagen pro Woche jeweils vor- und nachmittag abwechselnd ca. 4 Stunden. Kann auch am Freitag nachmittag stattfinden)

* ??? - (Einige Wochen, 1 Tag pro Woche ca. 4 Stunden)

* Arcade (je nach festgelegten Kursmodulen zu Beginn 3-27 Wochen) - enthält auch "Qualifizierungen" wie "Deutsch als Fremdsprache", "Grundqualifizierung für Lagerarbeiter", "Gastgewerbe" oder "EDV-Grundkenntnisse"

* Qualifizierung und Vermittlung (13 Wochen, Mo-Fr vor- und nachmittag, Fr vormittag) - Ähnlich wie "Arcade", der Schwerpunkt liegt ebenfalls eher bei Fachinhalten. Es werden jedoch grundsätzlich alle ohne Rücksicht auf Vorkenntnisse in eines der Kursmodule gesteckt.

* Jobexpress (6 Wochen, Mo und Di sowie Do und Fr jeweils 4 Stunden am Vormittag) - Bewerbungstraining und Gruppenspiele

* Sozialökonomische Betriebe (SÖBs) - dies ist eine besondere Form eines Kurses, die gern bei Langzeit-Arbeitslosen angewandt wird und direkt das möglichst rasche Hineindrängen in irgendeinen Job zum Ziel hat, oder eine Art "Beschäftigungstherapie". Ist rechtlich oftmals ein Arbeitsverhältnis, zum Teil werden aber auch durchaus sinnvolle Tätigkeiten angeboten - aber mit den üblichen Folgen bei Verweigerung.

* Job Suche Intensiv mit EDV - Das "Übliche", "Einzel-Coaching", "Bewerbungstraining" und ein Kurs über MS-Office-Programme.

* PRISMA*V - Klingt nach verschärftem Programm (siehe http://www.best.at/gefoerderte-personalentwicklung/prismav/33.htm), auf das ich dann auch schon verzichtet habe.

* Generell kann davon ausgegangen werden, dass zumindest alle paar Jahre neue Kursformen unter jeweils neuem Namen "erfunden" werden.

* Angeblich ist das Minimum heute 5 Wochen (nach einem anderen Bericht 6 Wochen) mit 5 Stunden täglich (üblicherweise Mo-Fr wenn Werktag), und das Maximum 12 Wochen (also ca. 3 Monate) ganztags. Ich kenne aber auch einen Erfahrungsbericht von Ende 2008 aus der "berüchtigten" Maßnahme Phönix, wo es jetzt eher locker zugehen soll, und nur einmal pro Woche ein kurzes "Gruppentreffen" vorgesehen ist, dazwischen kann es aber Anrufe zwecks Stellenangeboten und (trotzdem angenehmen) "begleiteten" Vorstellungsgesprächen geben.

(Quelle: http://www.soned.at/8ba07d09af5f501b97ce3fbc31f26dd0.html und ein Freund)


Institute, die solche Kure im Auftrag des AMS durchführen (das AMS selbst hat sie soweit ich weiß auch schon abgehalten, ist aber eher selten), sind etwa

* bfi (das "rote" Gegenstück zum "schwarzen" Wifi) - www.bfi.at
* ibis acam - www.ibisacam.at
* Die Berater - www.dieberater.com
* Best - www.best.at
* Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung (bekannt für das Projekt "Phönix") - www.ges-aw.at

auf deren Websites oder auch bei einer Suche auf der AMS-Seite finden sich zum Teil auch nähere Informationen.

"Venetia" führte auch lange Zeit Schulungen durch, geriet jedoch 2007 in finanzielle Schwierigkeiten, 2009 wurde schließlich die Verwicklung in einen Skandal bekannt (siehe http://derstandard.at/?url=/?id=1233309306855%26sap=2%26_pid=11918301)

Krankmeldung

Bei einer Krankmeldung ist für die ersten drei Tage eine ärztliche Bestätigung nötig, diese wird in der Arztpraxis ausgestellt. Bei längerem Krankenstand ist eine Bestätigung der Gebietskrankenkasse des jeweiligen Bundeslandes nötig. In Wien hat diese in jedem Bezirk eine Zweigstelle. Eine Krankmeldung ist besonders dann sinnvoll, wenn man etwa durch Kurse gerade eine Verpflichtung hat oder sich eine Krankheit als schwerwiegend und länger dauernd erweist.

Die Einführung der e-Card, die auch Arbeitslose erhalten, ist seit Ende 2005 in ganz Österreich abgeschlossen. Krankenscheine gibt es grundsätzlich nicht mehr, wohl aber noch "Überweisungsscheine", die dann etwa bei einem praktischen Arzt und nicht vom AMS ausgestellt werden. Arztbesuche oder ambulante Krankenhausaufenthalte (Untersuchungen und Behandlungen ohne Übernachtung im Krankenhaus) sind nicht meldepflichtig.

Zumutbarkeit

Erhält man vom AMS ein verbindliches Stellenangebot und bekommt von der betreffenden Firma eine Zusage, so gibt es bestimmte Zumutbarkeitskriterien. Wer eine als zumutbar geltende Arbeit ablehnt, muss mit einer Einstellung der Bezüge für die Dauer von 6 Wochen, im Wiederholungsfall innerhalb eines Jahres von 8 Wochen rechnen.

Eine tägliche Anreisezeit von einer Stunde in eine Richtung bzw. insgesamt mit Rückreise zwei gilt laut Gesetz als zumutbar, unter bestimmten eher schwammig formulierten Bedindungen allerdings mitunter auch mehr.

So könnte es mitunter passieren, dass wer etwa in Wien wohnt, zum Beispiel eine Stelle in Wiener Neustadt annehmen muss, die um 6 Uhr beginnt und deutlich schlechter als die letzte entlohnt wird. In der Praxis sollen solche extremen Fälle durchaus gelegentlich vorkommen, wobei das insbesonders bei deutlich über einer Stunde Fahrzeit oder eventuell auch hohen Fahrtkosten hart an der Grenze wäre. Für Vorstellungsgespräche gibt es dann unter gewissen Voraussetzungen angeblich auch einen Fahrtkostenersatz vom AMS.

Als unzumutbar gelten laut Arbeitslosenversicherungsgesetz auch Tätigkeiten, die die "Gesundheit und Sittlichkeit" gefährden - das ließe sich vielleicht bei einer angebotenen Tätigkeit in einem verrauchten Striptease-Lokal geltend machen. "Sittlichkeit" kann aber auch etwas ganz Anderes bedeuten, was natürlich Auslegungssache ist. Es sollte aber zumindest theoretisch möglich sein, eine Stelle in einem verrauchten Büro oder einer staubigen Werkstätte abzulehnen.

Nach der Bestimmung, dass eine Tätigkeit auch "den körperlichen Fähigkeiten angemessen" sein muss, könnte auch eine Tätigkeit mit starker körperlicher Belastung wie etwa Möbelträger abgelehnt werden.

Jedenfalls: Vor dem Ablehnen eines unpassenden Stellenangebotes erst einmal abwarten, ob auf eine Bewerbung hin überhaupt eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erfolgt. Es könnte ja auch entweder sofort oder danach eine Absage kommen. Bei längeren Anfahrtswegen müsste es für die Bewerbung auf Anfrage theoretisch auch einen Fahrtkostenersatz vom AMS für z.B. Bahnfahrkarten geben. Vorsicht, in den Bewerbungstext nicht unbedingt Dinge wie "eines vorweg, das Stellenangebot interessiert mich nicht wirklich, aber ich muss das schreiben" hineinschreiben, weil das eine Bezugssperre nach sich ziehen könnte, ebenso wenn jemand z.B. betrunken zu einem Vorstellungstermin erscheint.

Verbindliche Stellenangebote

Eine Rückmeldung über Stellenangebote, die einem bei Kontrollterminen mitgegeben oder zugeschickt werden, ist üblicherweise nur nötig, wenn das darauf ausdrücklich verlangt wird, etwa beim klassischen Stempel / "wird vorgemerkt" / "wird nicht eingestellt" ... - Formular.

Die Seite mit der Rückmeldung - wenn auf eine Bewerbung hin nur eine schriftliche Absage erfolgt ist, dann diese - sollte innerhalb von 10 Werktagen beim AMS einlangen (persönlich abgeben, auch in der Info-Zone möglich, oder per Post schicken, eventuell auch je nach Vereinbarung über eine Rückmeldung). Zum Teil wird aber später nicht danach gefragt, worauf man sich aber nicht verlassen sollte.

Bei Angeboten mit dem Vermerk "Bei Interesse bewerben Sie sich..." und ohne Rückmeldungs-Seite ist eine Rückmeldung prinzipiell nicht nötig, kann aber sicherheitshalber auch nicht schaden und zeigt von Eigeninitiative. Im Zweifelsfall lieber eine Rückmeldung einholen, wenn auf eine Bewerbung hin keine Antwort kommt.

Verbindliche Stellenangebote sind oft auch "Vorauswahlen", wo man dann erst einmal mit bestimmten Unterlagen zu einer Filiale des AMS muss und dann eventuell gleich zu einer Firma weitergeschickt wird - hier betätigt sich das AMS dann wie ein Personalberatungs-Unternehmen.

Grundsätzlich sind diese Stellenangebote solche, in denen bestimmte Stichwörter für einen zutreffend sind, auch wenn der Rest nicht unbedingt passt. In Einzelfällen kann man so durchaus auch bei unseriösen Firmen landen, wobei solche Angebote dann aber durchaus mit dem Hinweis auf die Zumutbarkeits-Kriterien abgelehnt werden können.

Wer auf eine verbindliche Bewerbung nach etwa 2 Wochen keine Antwort bekommt, sollte bei der betreffenden Firma (telefonisch) nachfragen ("Guten Tag, mein Name ist ..., ich habe mich bei Ihnen als ... beworben, haben Sie meine Bewerbung bekommen / sich da schon entschieden....?"), in hartnäckigen Fällen eventuell auch mit "Ich brauche für das AMS auf jeden Fall eine Rückmeldung". Das AMS hat es in diesem Fall dann auch gern, den Namen einer Ansprechperson zu erfahren.

Nebenbei geringfügig beschäftigt

Es ist möglich, als geringfügig Beschäftigte(r) zu arbeiten und dabei trotzdem noch im Arbeitslosengeld- bwz. Notstandshilfebezug zu stehen und somit auch voll krankenversichert zu sein. Die Geringfügigkeitsgrenze wird jedes Jahr etwas erhöht und beträgt im Jahr 2007 EUR 341,16 brutto im Monat (2006: EUR 333,16).

Achtung, diese Grenze gilt nicht allgemein für ein ganzes Monat, sondern es gibt auch eine pro Tag. Wer etwa an zwei Tagen jeweils 8 Stunden einen Aushilfsjob hat und auch nur diese zwei Tage angestellt ist, kann die Grenze auch schon überschreiten. Man sollte daher mit dem Dienstgeber abklären, ausreichend lange als Mitarbeiter(in) beschäftigt und auch tatsächlich als geringfügig beschäftigt und nicht "voll angestellt" geführt zu werden.

Auch geringfügige Dienstverhältnisse müssen dem AMS gemeldet und am besten gleich mit schriftlichen Unterlagen belegt werden. Wer das nicht tut muss damit rechnen, dass es das AMS früher oder später so oder so erfährt und Schwierigkeiten macht.

Urlaub, Auslands-Aufenthalt

Wird ein Auslandsaufenthalt gemeldet, so werden die Tage vom angegebenen Abreisetag bis zur korrekten Rückmeldung vom Arbeitslosengeld bzw. der Notstandshilfe abgezogen. Die Abmeldung ist auch über das Internet, telefonisch oder schriftlich möglich, die Rückmeldung nur persönlich. Achtung, bei längerer Abmeldung wird nach 6 Wochen (früher 3 Wochen) die Krankenversicherung eingestellt.

Wird dieser nicht gemeldet, so kann es eventuell (auch mit der Krankenversicherung) Probleme geben. Eine telefonische Meldung sollte zu den Bürozeiten aber prinzipiell immer möglich sein.

Es gibt auch Sonderregelungen für "Arbeitssuche im Ausland", für die aber sicher gute Argumente nötig sind. Theoretisch müssen auch Urlaube im Inland gemeldet werden, hier wird aber grundsätzlich nichts abgezogen.

Wer Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe will, muss jedenfalls grundsätzlich täglich erreichbar sein. Schlimmstenfalls könnte auch ein verbindliches Stellenangebot per Post kommen, dass dann eine Bezugssperre für 6 Wochen und länger zur Folge hat, wenn nicht darauf reagiert wird.

Die persönliche Rückmeldung ist auch im Eingangsbereich (Info-Zone) der AMS-Filialen möglich (mit SV-Nummer und ev. einem Ausweis), eine telefonische oder schriftliche Meldung wird üblicherweise nicht anerkannt. Bei einer verspäteten Rückmeldung wird für die Tage bis dahin keine Leistung ausgezahlt.

Umgang mit dem AMS, Verhalten bei Kontrollterminen

Kontrolltermine

Kontrollmeldungen können theoretisch einmal pro Woche vorgeschrieben werden, in Extremfällen sogar noch öfter - in der Praxis dürfte das eher selten sein.

Üblich sind Kontrolltermine alle 1-2 Monate oder noch seltener, wenn es nicht einen besonderen Grund gibt und wenn sich jemand "unauffällig" und kooperativ verhält.

Die Häufigkeit der Termine kann auch vom Stil der Beraterin bzw. des Beraters abhängen und zwischen Intervallen im Bereich von etwa 1-3 Monaten schwanken.

Bei den Kontrollterminen - es empfiehlt sich, bis zum Einsammeln der Meldekarte in der Nähe der richtigen Tür auf dem Gang zu stehen und dann in deren Nähe darauf zu warten, aufgerufen zu werden - am besten möglichst ruhig, freundlich und gelassen bleiben und nichts sagen, das man nicht gefragt wurde bzw. nur so viel wie nötig. Auch "dagegen reden" ("das möchte ich nicht" / "das geht leider nicht" ...) macht eher keinen guten Eindruck, außer natürlich, es wird einem etwas Unwahres vorgeworfen.

"Wie geht es Ihnen so?" - "In letzter Zeit nicht so schlecht, aber ich habe nichts in Aussicht..." Auch die Angestellten des AMS sind nur Menschen, manche eben etwas freundlicher und manche etwas schwierig, wenn man das Falsche (oder zu viel) sagt. Insbesonders in den ersten 3-6 Monaten sind die Chancen gut, dass die Atmosphäre eher gemütlich ist.


Anzahl der Bewerbungen, Eigeninitiative

Sollte die Frage nach der Anzahl der versendeten Bewerbungen kommen, so dürften 3 Bewerbungen pro Woche (das wurde mir auch einmal verbindlich vorgeschrieben und war auch andernorts zu lesen) als ausreichend angesehen werden. Eine mögliche Antwort wäre dann "xx Bewerbungen seit Anfang März" (bzw. wann immer der letzte Besuch war). Auch beim ersten AMS-Besuch kan es vorteilhaft sein, schon auf ein paar Bewerbungen während der Kündigungsfrist zu verweisen, falls danach gefragt wird.

Eine Spur mehr kann natürlich von Vorteil sein. Am besten immer eine Liste führen, die möglichst viele der folgenden Dinge enthalten sollte:

* Datum der Bewerbung, wenn nicht anders verlangt reicht prinzipiell auch das Monat
* Genaue Firmenbezeichnung (besser "XY Baustoffe Handels GmbH" als nur "XY") - ist aber nicht ganz so wichtig
* genaue Adresse mit Straße und Hausnummer
* Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse
* möglichst eine konkrete Ansprechperson, sonst "Personalabteilung", "Verkauf"... (wird oft verlangt)
* Angabe, als was man sich beworben hat (Berufs- bzw. Tätigkeitsbezeichnung) oder bei konkreten Stellenangeboten der Text des Inserats oder die wesentlichen Teile daraus
* Notizen über Absagen bzw. Vorstellungsgespräche ("negativ", "4.7. dort"...)

Die Angabe eines Firmennamens allein kann bei mündlichem Fragen eventuell genügen, wenn eine schriftliche Liste verlangt wird, dann ist dies aber üblicherweise zu wenig. Die Liste mit den Bewerbungen der letzten Wochen bis Monate auf jeden Fall zu Kontrollterminen beim AMS mitnehmen, jedoch nur auf Anfrage vorlegen.

Bei elektronischen Listen als Textdatei kann es nützlich sein, die letzten ca. 50 Datensätze auszudrucken oder sie auf ein Handy oder ähnliches Gerät zu übertragen. Wenn ausdrücklich eine Bewerbungsliste verlangt wird, dann aber üblicherweise auf Papier.

Eine besonders hohe Zahl von Bewerbungen macht mitunter auch einen negativen Eindruck, da der Eindruck von "Alibi-Bewerbungen" entstehen kann. Ein paar pro Woche, zu denen man gegebenenfalls auch eine gute Geschichte erzählen kann, dürften also ein guter Richtwert sein.

Hocknstad - Arbeitslos in Österreich - Relaunch 2007

Eine allgemeine Betrachtung

Arbeitslos zu sein (heute wird es ja oft "Arbeit suchend" genannt) ist ja eigentlich nicht so schlecht. Sofern man nicht gerade Kreditraten zurück zahlen muss, keine Kinder zu versorgen hat und keinen besonders kostspieligen Lebensstil führt, kann man in Österreich auch mit relativ wenig oder vorübergehend gar keinem Einkommen ganz gut leben. Nachdem das aber nicht auf alle zutrifft, suchen eben alle irgendeine bezahlte Arbeit.

Aber einmal ehrlich - wer will schon wirklich jeden Tag früh aufstehen, täglich 40 Minuten oder noch länger in irgendein Büro oder eine Werkstätte fahren, um dort irgendeine eigentlich uninteressante Arbeit zu machen und sich vom "netten Kollegen" immer wieder aufs Neue "zurechtweisen" zu lassen?

Vielleicht ist das eine sehr negative Betrachtung der Arbeitswelt unserer Industriegesellschaft, aber so ist es im Grunde. Selbst wer eine Arbeit hat, ist nach gängigen Umfragen oft damit unzufrieden und würde bei nächster Gelegenheit am liebsten alles hinschmeißen. Wer hat noch nie jemand "ich arbeite 13 Stunden am Tag" sagen gehört, während andere zu Hause sind und auch zumindest ein "Teilzeiteinkommen" bekommen? Warum werden Überstunden abgesehen von wirklichen Notfällen nicht einfach verboten und mehr Leute angestellt? Warum ist das Finden von bezahlter Arbeit, die wirklich interessant ist bzw. bei der man sich wirklich selbst verwirklichen kann, meist reines Glück? Warum ist es so schwierig und riskant, sich selbstständig zu machen?

Ist nicht auch schon z.B. die Versorgung von Kindern eine Arbeit, die eben nicht bezahlt wird? Schaut jemand bei Arbeit im eigenen Haushalt auf die Uhr, wie lange es dauert?

Auch wenn es sich finanziell ausgeht, werden früher oder später unangehme Fragen auftauchen, ob man denn schon etwas gefunden hat. Dazu kann auch Druck vom Arbeitsmarktservice (AMS) kommen, je nach Lust, Laune und Vorgaben von oben.


Diese Website "hocknstad"

Diese Seite (es ist ein Neustart der alten Version, die ich leider zu wenig verfolgt habe und die dann "eingeschlafen" ist), soll nicht unbedingt eine politische sein - ich glaube, dass das an anderen Orten im Internet schon genug behandelt worden ist und wird. Die Sache mit der Statistik-Bereinigung durch zugewiesene Kurse, deren Besuch ein Herausfallen aus der Arbeitslosen-Statistik bedeutet, ist ja sogar schon durch die Massenmedien allgemein bekannt.

Hier möchte ich mich eher auf eine Sammlung von Erfahrungen und denkbaren Möglichkeiten für alle konzentrieren, die keine geregelte bzw. bezahlte Erwerbs-Arbeit haben.


Zu meiner Person

Ich bin 32, männlich und ohne Kinder, komme aus Wien und habe zwar schon länger als technischer Angestellter und kürzer auch in anderen Bereichen gearbeitet, habe aber auch schon reichlich Erfahrungen mit dem AMS und auch den Kursen gesammelt, in welche man unter Androhung einer Geldleistungs-Einstellung geschickt wird.

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